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Das (un)perfekte Dinner

24. Januar 2012

Currywurst statt Feinkost.

Bild: L.Richarz used under CC License  /  Text: Danny

Der folgende Text stammt aus der Feder unseres geschätztem Gastautors Danny. Guten Appetit, Freunde!

Als fußballerischer Leckerbissen von Seiten der Bayern wird das Spiel gegen Gladbach zum Rückrundenstart wahrlich nicht gezählt werden. Zu viele Fehler in allen Mannschaftsteilen und zu viele Geschehnisse, die fast schon auf Arroganz schließen lassen, haben einfach einen zu faden Beigeschmack.

Jedoch ändert dies wenig an meiner Grundhaltung, zu was diese Mannschaft fähig sein kann. Alles ist ein wenig wie beim Kochen. Man hat die Zutaten, das Rezept, keine zwei linken Hände und Lust auf was Leckeres zu Essen. Soweit kommen wir alle, aber ab dann trennt sich die Spreu vom Weizen! Bei manchen kommt eben eine fade Currywurst dabei raus, bei anderen mit den gleichen Zutaten Haute Cuisine.

Vom Kader her haben wir die besten Zutaten seit einer Ewigkeit beim FCB. Mit Jupp eigentlich einen Sternekoch und die vorhandene moderne Küche treibt jedem Kochlöffelschwinger der Konkurrenz Tränen in die Augen. Die Hinrunde zeigte ja deutlich, welcher fußballerische Hochgenuss möglich ist, wenn man die Zutaten richtig mischt und dies dann auch noch wunderbar auf dem Platz serviert. Zumal ja auch noch mit Robben quasi das krönende Gewürz nicht im Regal stand und mit Schweinsteiger eine Grundzutat lange fehlte.

Die Grundlagen für die Rückrunde sind mehr als gut. Robben und Schweinsteiger wieder da, eine gute Vorbereitung, keine Verletzungen. Was dann passierte, kann man nicht mal mit dem Geschmack von einem Katerfrühstück bestehend aus einer kalten Pizza vom Vorabend, inklusive abgestandener Cola vergleichen. Das was Neuer da veranstaltete, ist nicht mal mit geplatzten Wienern beim Aufwärmen von Single-Männern zu vergleichen. Der Rest der Mannschaft bewegte sich so zäh wie Raclettkäse. Kurzum, was als Gala Dinner angekündigt wurde, war nicht mehr als kalte Ravioli auf einem Open Air Konzert.

Aber keine Panik, wir sind noch lange kein Fall für die Kochprofis oder einen Besuch von Rach dem Restaurant Tester. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir in der Lage sind dieser Saison eine geschmacklich hervorragende Note zu geben. Es passt einfach zu viel, als dass man es verderben möchte.

Wir haben mit Gomez einen der besten Knipser über die letzten 2 Jahre hinweg, das Chili für des Gegners Strafraum. Mit Ribery, Robben, Müller und Kroos einfach ein paar Leute, die das Salz in jeder Suppe ausmachen und immer wieder als Geheimzutat gelten. Mit Bastian den Mann, der quasi das T-Bone Steak auf jeder Grillparty repräsentiert.

Auch wenn die Defensive mir ein wenig Magenschmerzen bereitet, sind die Leute dort doch solide Zutaten für den Erfolg. Nur wurde hier von Seiten des Kochs immer mal wieder zu viel an der Kombination geändert, das schlägt dann halt mal auf den Magen. Ich finde man sollte manche Leute dann eben doch da spielen lassen wo sie denn auch hingehören. Aber das dürfte ja leider durch den Ausfall von van Buyten erledigt sein.

Einzig das westfälische Blindhuhn passt noch so gar nicht in die Ansammlung der herrlichsten Gänge im Menü, um ein wahres Meistermahl zu kredenzen. Aber vielleicht versteht es dieser ja irgendwann, dass er in erster Linie satt machen soll und sich nicht als Krönung eines 5-Gänge-Menüs zu sehen hat.

Ich bin guter Dinge, dass Jupp es schaffen wird diese teils herrlichen Zutaten zu einem Fest-Dinner mit möglichst vielen Gängen zu verwandeln. Wehe wenn nicht, denn sonst landet er beim Kochduell und darf Cali Calmund bekochen.

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Fussi-Facts Teil 2: Die Top 20 der größten Bomber aller Zeiten

6. Januar 2012

Bild: Spree2010 used under CC License / Text: Marco Thielsch

Im zweiten Teil der Mingablog Fussi-Facts geht es um die größten Goalgetter des Vereinsfußballs aller Zeiten. Aufgelistet sind Erstligaspiele, ohne Nationalmannschaft und Pokalduelle. Unfassbare Zahlen und Rekorde für die Ewigkeit. Natürlich könnte man noch Torquoten ausrechnen, was die Tabelle verändern würde. Aber ich habe mich dafür entschieden nur als Prämisse zu nehmen, wie oft jeweils das Netz gewackelt hat.

1. Pelé (Brasilien)

560 Spiele von 1957 bis 1977

541 Tore

2. Josef Bican (Österreich)

341 Spiele von 1931 bis 1955

518 Tore

3. Ferenc Puskás (Ungarn)

533 Spiele von 1943 bis 1966

511 Tore

4. Roberto Dinamite (Brasilien)

758 Spiele von 1971 bis 1992

470 Tore

5. Romário (Brasilien)

569 Spiele von 1985 bis 2004

464 Tore

6. Imre Schlosser (Ungarn)

318 Spiele von 1905 bis 1928

417 Tore

7. Gyula Zsengéller (Ungarn)

394 Spiele von 1935 bis 1952

416 Tore

8. James McGrory (Schottland)

408 Spiele von 1922 bis 1938

410 Tore

9. Zico (Brasilien)

596 Spiele von 1971 bis 1994

406 Tore

10. Gerd Müller (Deutschland)

507 Spiele von 1965 bis 1981

405 Tore

11. Hugo Sánchez (Mexiko)

662 Spiele von 1976 bis 1997

394 Tore

12. Ferenc Szusza (Ungarn)

462 Spiele von 1940 bis 1961

393 Tore

13. Carlos Bianchi (Argentinien)

546 Spiele von 1967 bis 1984

385 Tore

14. Alfredo di Stefano (Argentinien)

521 Spiele von 1945 bis 1966

377 Tore

15. Gunnar Nordahl (Schweden)

463 Spiele von 1940 bis 1958

376 Tore

16. Jimmy Greaves (England)

527 Spiele von 1957 bis 1971

366 Tore

17. Delio Onnis (Argentinien)

560 Spiele von 1968 bis 1986

363 Tore

18. Hugh Ferguson (Schottland)

422 Spiele von 1916 bis 1930

361 Tore

19. József Takács (Ungarn)

360 Spiele von 1920 bis 1940

355 Tore

20. Arthur Friedenreich (Brasilien)

354 Spiele von 1910 bis 1934

323 Tore

Der großartige Pelé ist nicht umsonst der Größte aller Zeiten. Insgesamt schoss er in seiner Karriere sagenhafte 1284 Tore, nimmt man alle offiziellen Spiele zusammen. Da muss unser einer ungefähr ein Jahr Playstation für spielen.

Hipp hipp hurra die rot-weißen Bomber sind da Kapuzenpullover FC Bayern München Fanartikel

Fussi-Facts Teil 1 – Großes Latinum

3. Januar 2012

Bild: Spree2010 used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Dies ist der erste Teil einer neuen Mingablog-Serie, die sich mit Fakten, Anekdoten, Kuriositäten und bemerkenswerten Statistiken rund um die schönste Nebensache der Welt beschäftigen wird. Dabei möchte ich mich nicht nur auf unseren ruhmreichen FC Bayern München konzentrieren, sondern es soll mit der Zeit eine Sammlung von vielen verschiedenen lustigen, wissenswerten, und manchmal auch sinnfreien Filetstücken aus der gesamten Welt des Fußballs dabei entstehen. Ich hoffe ihr habt ein bißchen Spaß daran.

Im ersten Teil geht es um lateinische Wahlsprüche von Fußballclubs, die teilweise bis heute, teilweise in älteren Versionen ihrer Vereinslogos zu finden waren oder sind. Natürlich mit der entsprechenden Übersetzung.

Arsenal London

VICTORIA CONCORDIA CRESCIT

Der Sieg wächst aus der Eintracht

FC Kilmarnock

CONFIDEMUS

Wir vertrauen

Manchester City

SUPERBIA IN PROELIA

Stolz im Kampf

FC Everton

NILS SATIS NISI OPTIMUM

Nur das Beste ist gut genug

Bury FC

VINCIT OMNIA INDUSTRIA

Beharrlichkeit besiegt alles

Sheffield Wednesday

CONSILIO ET ANAMIS

Intelligenz und Mut

Benfica Lissabon

E PLURIBUS UNUM

Aus Vielen vereint

FC Linfield Belfast

AUDACES FORTUNA JUVAT

Das Glück ist mit den Tüchtigen

Bristol City

VIM PROMOVET INSITAM

Die innere Kraft stärken

Queens Park Football Club

LUDERE CAUSA LUDENDI

Spielen um des Spielens willen

Blackburn Rovers

ARTE ET LABORA

Der Kunst und der Arbeit

Ergänzungen zu der Liste bitte in den Kommentaren, falls ihr noch weitere Vereine mit lateinischen Wahlsprüchen kennt. Errare humanum est.

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Kleiner rot-weisser Rückblick und Ausblick und die Kalenderjahr-Tabelle 2011

29. Dezember 2011

Der Himmel über Deutschland leuchtet rot!

Bild: Wildfeuer used under CC License  / Text: Marco Thielsch

Servus Freunde! Das Jahr 2011 zappelt zwar noch ein bißchen, aber ist so gut wie erledigt. Wäre dies hier ein vollständiger Jahresrückblick, so müsste ich alleine bei der Abarbeitung der Vorkommnisse im Frühjahr rund um Manuel Neuer mindestens einen Roman verfassen. Er würde von Liebe handeln, von Wut, von Verrat. Er würde handeln von Geld und Macht, und was diese aus den Menschen machen. Er würde handeln von großer Politik, von Manipulation und Propaganda. Aber er würde auch von Zusammenhalt und Größe handeln. Dieser Roman hätte alles, was große Weltliteratur ausmacht. Und wahrscheinlich würde er den kurzen, aber unerschütterlichen Titel tragen: Nur der FCB!

Doch leider bin ich kein Schriftsteller, sondern nur ein bescheidener tief rot gefärbter Fußballpoet, mit dem die Emotionen zu schnell Gassi gehen würden, als das ein strukturierter Text dabei heraus kommen könnte. Fakt ist dennoch: Die Ereignisse haben bei vielen tiefe Wunden gerissen und bei manchem zu echten Sinnkrisen geführt. Dabei geht es weniger um den weltschlausten Torhüter selbst, als viel mehr um die Klufft zwischen Vereinsführung und Basis. Auch wenn es in den letzten Monaten ruhig um das Thema geworden ist, sollte man nicht denken, die Sache wäre ge- oder vergessen. Zu viele haben damit noch zu kämpfen.

Sportlich war es natürlich ein titelloses, aber alles andere als ein schlechtes Jahr. Eine Kalenderjahr-Tabelle macht natürlich Dortmunds Briefkopf nicht schlanker und unseren auch nicht größer. Aber sie sagt doch einiges darüber aus, dass wir uns sehr wohl auf einem sehr guten Weg befinden. Nimmt man das gesamte Jahr 2011 zusammen, ergibt sich folgendes Bild:

Tore / Gegentore / Punkte

Bayern München             93              30                 73
Borussia Dortmund        63              24                 66
Bayer Leverkusen           51              41                  61
Mönchengladbach          47             29                  59
VfB Stuttgart                     51              44                  52
Hannover 96                     44             42                  52
Schalke                                51              42                  52
Werder Bremen               54              57                  51
1.FC Köln                            56              64                  50
1. FC Nürnberg                42              45                  43
Mainz 05                            44              49                  43
Kaiserslautern                 34              45                  41
HSV                                      40              51                  40
Hoffenheim                       37             47                  40
Wolfsburg                          42             47                  39
Freiburg                             37             64                  29
Hertha Berlin                   24              26                  20
FC Augsburg                    15              28                   15
St Pauli                               19              38                   12
Eintracht Frankfurt        7              28                     8

Dazu kommen:

DFB Pokal im Kalenderjahr 2011
15-2 Tore / 4 Siege / 1 Niederlage

Champions League im Kalenderjahr 2011
17-9 Tore / 7 Siege / 1 Unentschieden / 2 Niederlagen

Insgesamt:

49 Pflichtspiele (34 Siege – 5 Unentschieden – 10 Niederlagen)
125 Tore
41 Gegentore
107 Punkte

Das liest sich nicht schlecht Freunde! Dass dabei kein Titel herausgesprungen ist, lag natürlich an der grottigen Hinrunde der Saison 2010/2011. Was das betrifft haben wir für diese Saison schon mal sehr vieles richtiger gemacht. Das Jahr 2012 wird mit Sicherheit ein gutes, vielleicht sogar ein grandioses. Die Meisterschaft ist mehr als realistisch, mit ein bißchen Glück der DFB-Pokal bei der verbliebenen Konkurrenz sicher auch. Und diesen wahnsinnigen Traum von der Champions League, den träumt man natürlich jedes Jahr. Aber vielleicht träumt man bei einem Finale im eigenen Stadion dann doch noch ein paar Prozentpunkte mehr. Je näher man dieser Geschichte käme, wahrscheinlich desto hemmungsloser. Wobei es eigentlich ja völlig wurscht ist, in welchem Stadion man den Henkelpott in die Höhe reckt.

Eine Zahl in der Kalenderjahr-Tabelle sticht mir noch besonders ins Auge, nämlich die der geschossenen Tore im Vergleich zum BVB. Dieser wurde ja praktisch zum Erfinder des Offensivspektakels erhoben im vergangenen Jahr, schoss aber ganze 30 Tore weniger als wir. Das ist umgerechnet ungefähr ein Mario Gomez. Oder übersetzt: Mit Gold nicht aufzuwiegen.

Alles in allem bleibt eines Fakt: Um uns als Nonplusultra des deutschen Fußballs abzulösen bedarf es um einiges mehr, als aus unserer temporären Schwäche heraus zufällig mal Meister zu werden. Dennoch ist der BVB ein anderer Zufallsmeister, als es Wolfsburg oder Stuttgart waren. Dortmund wird uns auch im Kalenderjahr 2012 noch beschäftigen. Aber die sollen ruhig kommen, wir sind prima aufgestellt. Für mich spricht wenig bis nichts dagegen, dass wir sie dominieren werden. Und sozial wie wir sind geben wir ihnen dabei unter der Woche sogar noch kostenlosen Nachhilfeunterricht, wie man sich gekonnt auf internationalem Parkett bewegt.

Es gibt vieles, auf das wir uns in 2012 freuen können. Rutscht gut rein Freunde! Nächstes Jahr sehen wir uns in alter Frische und mit dem alten nie endenem Hunger. MUNICH STATE OF MIND – NUR DER FCB!

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Minga said knock you out! We´re gonna knock you out!

6. Dezember 2011

Knocking out Manchester

Bild: What What used under CC License / Text: Marco Thielsch

Der letzte Akt dieser rot-weiß glänzenden Champions League Gruppenphase steht bevor. Als unsere sogenannte Todesgruppe ausgelost wurde, haben viele gehofft, aber die wenigsten vermutet, dass wir schon vor dem letzten Spieltag als Gruppenerster feststehen würden. Die meisten haben wohl mit einem spektakulären Showdown zwischen uns und den Citizens bei diesem letzten Gruppenspiel in Manchester gerechnet. Dass es nun anders gekommen ist, nehmen wir natürlich mit Kusshand. Das muss aber noch lange kein Grund sein, nicht für richtig schön viel Drama zu sorgen am Mittwoch Abend.

In erster Linie geht es für uns darum, einen nicht zu unterschätzenden Mitkonkurrenten auf den Champions League Titel frühzeitig aus dem Wettbewerb zu kegeln. Für Manchester muss ja sowieso viel zusammenkommen, damit sie noch die nächste Runde erreichen. Sie müssen erstmal selbst gewinnen und dazu noch auf einen Ausrutscher von Neapel in Villarreal hoffen. Klar ist, dass uns ein Sturmlauf ihrer ohnehin bärenstarken Offensive erwarten wird, das Publikum wird sie nach vorne peitschen, sie werden noch einmal alles versuchen, um doch noch dem Europa League Teufel von der Schippe zu springen. Also die perfekten Bedingungen für uns, uns bei einer weiteren Mannschaft in Europa und deren Fans so richtig schön FC Bayern like unbeliebt zu machen.

Ein Träumchen wäre, wenn Neapel tatsächlich ausrutschen würde und Manchester trotzdem am Ende weint, weil sie endgültig die Bekanntschaft mit dem europaweit als schwarze Bestie bekannten FCB gemacht haben. Ein schöner Knockout, vielleicht sogar durch einen ganz späten Treffer von uns. Warum nicht unseren Ruf als ganz dreckigen Gegner mal wieder um eine wunderbare Episode erweitern? Wenn man sich die Realität malen könnte, ich wüsste wie diese am Mittwoch Abend gegen 22.30 Uhr aussieht. Auf geht´s FCB, Ring frei! Wir kommen und unterwerfen ihre Stadt wie Krieg der Welten!

Euer Hass ist unser Stolz Longsleeve FC Bayern München Fanartikel

Zusammenreißen, das ist unser Ziel

28. November 2011

Alles sauber! Sagt die Putzfrau im „Hort der Glückseligkeit“ FCB und versteckt den Dreck hinter der Tapete.

Bild: eddiedangerous used under CC License  /  Text: Marco Thielsch

Einen „Hort der Glückseligkeit“ nannte Uli Hoeneß unseren FCB im Aktuellen Sportstudio. Abgesehen davon, dass mir da unweigerlich Bilder von in Blümchenkleidern gehüllte Präsidenten und Vorstandsvorsitzende in den Kopf schießen, die an der Säbener Strasse Hand in Hand mia san mia auf den Rasen tanzen, sowie noch abgesehener davon, dass er bei allen Querelen der letzten Monate mit den Fans diese Glückseligkeit ziemlich exklusiv verspürt, ist mir auf der anderen Seite der Medaille ein kleines bißchen zu viel Glückseligkeit im Spiel bei unserem momentanen FCB. Wir scheinen vor lauter Selbstverliebtheit das Kämpfen verlernt zu haben.

Wenn ich zwei Tage vor dem Spiel in Mainz ein Zitat von Philipp Lahm lese, der uns in den Sphären des FC Barcelona wähnt und wenn ich dann sehe, wie eben jener Philipp Lahm bisweilen anteilnahmslos über den Platz schleicht, dann stelle ich mir schon ein paar Fragen über den Realitätssinn unserer Mannschaft. Oder zumindest unseres Kapitäns. Es geht gar nicht darum, dass wir so wahnsinnig weit vom FC Barcelona weg sind, wir sind vielleicht sogar näher dran als je zuvor. Wenn man dann allerdings in ein Spiel wie gegen Dortmund, denen man nach der letzten Saison eigentlich vom reinen Selbstverständnis her hätte so richtig einen mitgeben müssen, oder in ein Spiel wie gegen Mainz, wo man nach der Niederlage gegen den BVB eigentlich vom reinen Selbstverständnis her doppelt so gallig hätte sein müssen, wenn man in solche Spiele mit weniger als 100 % geht, dann sollte man das Wort Barcelona vielleicht erstmal nicht zu laut in den Raum werfen. Und ich mag eigentlich keine Einzelkritik nach Spielen, in denen die ganze Mannschaft wie die Nachtwächter gespielt hat, aber eines muss doch immer und immer wieder gesagt werden: Philipp Lahm ist ein toller Außenverteidiger. Aber er ist so ziemlich der falscheste Kapitän. Er bekleidet das Amt wie ein Politiker, nicht wie ein Fußballer. Und auf dem Platz ist er kapitänsspezifisch absolut keine Hilfe für die Mannschaft.

Eigentlich müsste ich auch ein paar Worte zu Manuel Neuer verlieren. Nicht weil er, welch Überraschung, Fehler macht. Damit hat wohl jeder gerechnet, der sich von der Pro Neuer Propaganda nicht hat den Fußballsachverstand benebeln lassen. Ich ärgere mich auch nicht mehr oder weniger über Fehler von ihm, wenn sie uns Punkte kosten, nur um das von vornherein klarzustellen. Eigentlich unnötig das zu betonen, aber für die speziellen Experten, die jedem Neuer-Kritiker blinden Hass unterstellen, sei es dazu gesagt. Ich plädiere nur dafür, endlich mal Realismus und Wahrhaftigkeit in diese Personalie zu bringen. Man sollte mal offen und ehrlich sagen wie es ist: Man hat perspektivisch 25 Millionen für einen jungen Torwart ausgegeben. Der wird Fehler machen, die werden uns Punkte kosten, aber wir hoffen, dass seine Entwicklung so verläuft, dass er gegen Ende seiner Vertragslaufzeit den Wahnsinnspreis rechtfertigen kann. Uli sagte auf der Jahreshauptversammlung, jeder der immernoch glaubt, dass die Verpflichtung von Manuel Neuer ein Fehler war, der soll zu Hause bleiben. Ich sage, jeder der glaubt einen Torwart im Alter von Mitte 20 zum weltbesten, weltsympathischsten und weltschlausten Schnapper des Universums hochzustilisieren, gräbt sich damit selbst seine Grube. Uli Hoeneß hätte lernen können aus den Lobeshymnen, die er auf einen Rensing oder einen Kroos gesungen hat und die ihm fein säuberlich mit ganz scharfem Wind ins Gesicht zurückgepfiffen wurden. Er tut damit auch Neuer keinen Gefallen. Ich sage nicht, dass Neuer zwangsläufig zerbricht an diesem Druck, aber die Wahrscheinlichkeit ist durch diese unmenschlichen Attribute, die er von allen Seiten auferlegt bekommt, wahrlich um einiges höher, als wenn man ihn als den entwicklungsfähigen Torwart sehen würde, der er ist und nicht als den einzig wahren Messias. Mal von der fehlenden Identifikationmöglichkeit des Neuer und gegenüber Neuer abgesehen, wäre es äußerst wünschenswert, wenn wenigstens rein sportlich mal ein bißchen Wahrhaftigkeit in diese Personalie käme.

Aber jetzt habe ich mich doch viel zu lange mit diesen beiden einzelnen Personalien beschäftigt. Des Pudels Kern liegt natürlich woanders. Wir haben im Moment definitiv ein Einstellungsproblem. Und zwar die gesamte Mannschaft. Diese Galligkeit ist Grundvoraussetzung, um gegen Mannschaften wie Dortmund oder Mainz zu bestehen. Wir haben aber auch ein spielerisches Problem. Wir haben nicht umsonst mit Hannover, Dortmund und Mainz in den letzten Wochen gegen Mannschaften verloren, die von der Spielanlage her sehr ähnlich agieren. Hoch verteidigen, aggressiv pressen und blitzschnelles Umkehrspiel in der Offensive. Damit sind wir schon letzte Saison nicht klargekommen. Und bei aller Freude über den grandiosen Saisonstart, in diesem Punkt sind wir im Moment keinen Schritt weiter gekommen. Jupp wird sich da etwas einfallen lassen müssen und das wird nicht einfach. Früh ein Tor zu erzielen kann nicht der einzige Plan sein, den wir für solche Spiele haben. Und die Mannschaft muss sich zusammenreißen und mal wieder so richtig giftig in ein Spiel gehen. Mehr Motivation als gegen Dortmund, die uns letztes Jahr den Titel geklaut haben und mehr Motivation als gegen Mainz, wo es gerade nach der Pleite gegen Dortmund galt ein Zeichen an Fußballdeutschland zu senden, mehr Motivation wird kaum von außen her kommen. Die Jungs müssen von innen brennen. Genau das und nicht weniger erwarte ich in den letzten Spielen dieses Kalenderjahres auf dem Platz zu spüren. Also auf geht´s ihr Roten, aufstehen und Brust raus! Man kann verlieren, aber verschenkt werden darf jetzt gar nichts mehr.

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Lieferfristen für Weihnachten im Mingashop und Gutscheincodes

25. November 2011

Munich state of mind – FCBM Unbreakable since 1900

Bild: www.mingashop.de

Das Jahr 2011 neigt sich mit großen Schritten dem Ende entgegen. Unsere Roten haben noch vier wichtige Bundesliga Spiele, den Betriebsausflug nach Manchester und das DFB-Pokal Gastspiel bei unseren Bochumer Freunden vor der Brust. Sechs Partien nochmal Vollgas geben, bevor wir alle über die Festtage durchatmen können, um mit frischen Kräften die monumentalen Schlachten zu schlagen, die im Jahr 2012 auf unsere Mannschaft warten.

Auch die Mannschaft vom Mingashop gibt jetzt nochmal Vollgas, damit ihr alle pünktlich eure Bestellungen bekommt. Die absoluten Bestellfristen zu Weihnachten findet ihr weiter unten. Noch ist Zeit, aber wenn die Sachen unter dem Baum liegen sollen, beachtet bitte diese Lieferfristen.

Aktuell läuft noch die 5 für 4 Aktion. Wenn ihr mindestens 5 Artikel im Warenkorb habt, bekommt ihr einen davon als kleines Dankeschön zum Jahresende an euch vom Mingashop-Team geschenkt. Ein Artikel komplett gratis. Wenn ihr alleine nicht so viel bestellen wollt oder könnt, tut euch mit Freunden zusammen und macht eine Sammelbestellung. Die Aktion läuft noch bis Montag, den 28.11.11 um 23.59 Uhr. Euer Gutscheincode dafür lautet: XMAS5FUER4

Vom 2.11.11 bis 16.11.11 wird es nochmal einen Gutscheincode mit Gratisversand geben. Näheres dazu erfahrt ihr dann auf der Mingashop Facebook Seite und im Mingashop.

Bestellfristen zu Weihnachten:

Im Standardversand garantierte Lieferung innerhalb Deutschlands zu Weihnachten bei Bestellungen bis 19.12.11 um 23.59 Uhr.

Im Expressversand garantierte Lieferung innerhalb Deutschlands zu Weihnachten bei Bestellungen bis 21.12.11 um 23.59 Uhr.

Achtung: Die garantierte Lieferzeit bezieht sich nur auf Bezahlung per Kreditkarte, Bankeinzug oder PayPal.

Beachtet, dass es kurz vor dem Fest auch zu längeren Postlaufzeiten kommen kann. Wie gesagt, bestellt so früh wie möglich.

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Hipp hipp hurra, der rot-weiße Bomber ist da!

24. November 2011

Mario Gomez, unsere rot-weiße Atombombe.

Bild: americanistadechiapas used under CC License / Text: Marco Thielsch

Der geschätzte Kollege Danny, der auch schon mal einen Gastbeitrag hier auf dem Mingablog geschrieben hatte (im übrigen viel zu lange her Danny, schreib mal wieder was), hat sich heute mal die Mühe gemacht stichprobenartig die Torquoten der europäischen Top-Stürmer auszurechnen. Ich kann nicht anders, als den Anfangs doch recht zahlreichen Skeptikern von Mario Gomez diese Zahlen genüßlich zu kredenzen. Nur einer war im Kalenderjahr 2011 minimal besser als unsere bajuwarische Atombombe: Lionel Messi. Wenn man beide nebeneinander stellt und jeweils einen Ball hinwirft, sieht Mario natürlich im Vergleich zu jenem Messi aus wie ein kaputtes Bügelbrett beim Samba tanzen. Aber er ist kaum weniger wertvoll für seine Mannschaft. Die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache.

Platz 1

Lionel Messi

47 Spiele, 4088 Minuten, 50 Tore (28 Liga, 12 CL, 1 UEFA Supercup, 3 Super Copa, 6 Copa del Rey) = 81,76 Minuten pro Tor

Platz 2

Mario Gomez

50 Spiele, 3318 Minuten, 40 Tore (29 Liga, 8 CL, 1 CL-Quali, 2 DFB-Pokal) = 82,95 Minuten pro Tor

Platz 3

Robin van Persie

40 Spiele, 3225 Minuten, 38 Tore (31 Liga, 4 CL, 1 CL-Quali, 1 League Cup, 1 FA Cup) = 84,86 Minuten pro Tor

Platz 4

Cristiano Ronaldo

44 Spiele, 3744 Minuten, 41 Tore (32 Liga, 5 CL, 1 Super Copa, 3 Copa del Rey) = 91,32 Minuten pro Tor

Ein paar Spielchen sind ja noch bis zum Ende des Kalenderjahres 2011. Vielleicht mach ich hier dann nochmal ein Update. Wenn Danny dann nochmal den spitzen Bleistift rausholt auf jeden Fall.

Hipp hipp Hurra, die rot-weißen Bomber sind da FC Bayern München Fanartikel

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