Mingablog – FC Bayern München Fan Blog

Euer Hass ist unser Stolz

Robert Enke ist tot

Verfasst von mingarot am 10. November 2009

Bild: mr-football used under CC License

Die Nachricht hat uns grad alle geschockt: Robert Enke ist tot.

Er hat sich das Leben genommen. Über Beweg- und Hintergründe möchte ich mich hier nicht äußern. Ich möchte nur meiner tiefen Trauer Ausdruck verleihen.

Mein aufrichtiges Mitgefühl gilt seiner Frau und seiner Familie. Robert Enke war immer ein vorbildlicher Sportsmann, den jeder respektierte und vor allem ein toller Mensch. Ich bin zutiefst bestürzt, dass es in ihm offensichtlich ganz anders aussah, als sein ruhiges und souveränes Auftreten vermuten ließ.

Ruhe in Frieden, Robert Enke! Wir werden dich in allerbester Erinnerung behalten.

Würdevoller Abschied auf:

http://www.hannover96.de

Wir sind alle in der Trauer vereint, egal welche Farben wir tragen.

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Markus Hörwick im Blickpunkt Sport vom 9.11.09 zu Philipp Lahm

Verfasst von mingarot am 10. November 2009

Nichts sagen, nichts sehen, nichts hören. Bild: patrickmloeff used under CC License

Dank des super Service von BR-Online kann man sich die gestrige Blickpunkt Sport Gesprächsrunde mit Markus Hörwick, Christian Falk von der Sport Bild und dem guten Uli Köhler nochmal in aller Ruhe anschauen. Leider ist die sehr gute MAZ rausgeschnitten, in der noch einmal inhaltlich zusammengefasst und untermauert wurde, was Philipp Lahm in seinem SZ-Interview ansprach. Aber das Gespräch ist in voller Länge zu sehen.

Ein bißchen schade ist, dass mit zunehmender Dauer des Gesprächs immer mehr aneinander vorbei geredet wurde. Das eigentlich entscheidende hat Uli Köhler sehr gut auf den Punkt gebracht. Wo ist die Philosophie des FC Bayern München? Wofür stehen wir in der heutigen Zeit? Eine Frage, über die ich hier seit längerem und des öfteren referiere. Und das geht eben um Längen tiefer, als die Antwort, die Markus Hörwick darauf gibt. Es ist völlig unerheblich für diese Fragestellung, auf welchem Tabellenplatz wir stehen. Das ist eine existenzielle Frage, die weit über solche Momentaufnahmen hinaus Relevanz hat. Man kann bei einer so langfrisitigen und tiefgründigen Frage nicht mit so einer kurzfristigen und oberflächlichen Antwort kommen.

Und genau deshalb wurde auch die meiste Zeit aneinander vorbei geredet. Und ich kann nur hoffen, dass es Absicht von Markus Hörwick war, sich auf so eine tiefgründige Diskussion nicht einzulassen. Wenn dem nicht so ist, würde dies nämlich bedeuten, im ganzen Verein wird sich über die Fragestellung der nicht wirklich vorhandenen Identität keinerlei Gedanken gemacht. Somit würde auch das ganze Lahm-Interview völlig verpuffen bei unseren hohen Herren. Aber genau das ist entscheidende Tenor seiner Aussagen. Wofür stehen wir?

Nach außen hin deutet nichts darauf hin, dass sich irgendjemand der Angesprochenen darüber Gedanken macht. Ich hoffe schwer, dass das intern anders ist. Allein der Glaube fehlt mir. Die Reaktionen der Verantwortlichen gaben zu all zu viel Optimismus keinen Anlass bis jetzt. Es ist demnach völlig witzlos, wenn zweifelsfrei zwar eine Debatte von Philipp Lahm angestoßen wurde, diese aber von den Angesprochenen völlig falsch aufgefasst wird. Da schwinden meine kurzzeitig aufgeflackerten Hoffnungen schon wieder ziemlich. Ich weiß natürlich wie gesagt nicht, was intern abläuft. Aber woher soll man die Hoffnungen nehmen?

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Jetzt 15 % Rabatt auf alles in der Novemberaktion im Mingashop

Verfasst von mingarot am 8. November 2009

Joa iis denn scho´ Weihnachten?? Im Mingashop gibt es in der Zeit vom 9.11.09 bis zum 23.11.09 einen Rabatt von 15 % auf alles. Lasst euch die Chance nicht entgehen und spart den ein oder anderen Euro. Einfach im Bestellvorgang den Gutscheincode: NOVEMBERAKTION  eingeben und einlösen, und der Rabatt wird automatisch vom Bestellwert abgezogen. Und erzählt´s weiter. Die Aktion geht nur über einen kurzen Zeitraum und wird nicht groß publik gemacht.

Und nein, Weihnachten is offensichtlich noch nicht. Sonst stünden wir ja jetzt auf Platz 1. *reusper*

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Aufstand im Legoland – Die Wahrheit kostet 50.000 EUR

Verfasst von mingarot am 8. November 2009

Alle Augen auf uns beim Aufstand im Legoland. Bild: markuschrysanth used under CC License

Wer sich schon immer mal gefragt hat, wie teuer eigentlich die Wahrheit ist, der hat ab heute einen Referenzpreis. Mindestens 50.000 EUR wird Philipp Lahm für sein SZ-Interview bezahlen müssen (Update: Inzwischen ist oft nur noch von 25.000 EUR die Rede. Man weiß es nicht). Ein Schnäppchen, wenn man bedenkt, was die Wahrheit für Tumulte auslösen kann.

Aber ich will mal nicht zu süffisant werden, auch wenn die aktuellen Ereignisse meinem Hang zum Galgenhumor ziemlich in die Karten spielen. Das Bild, welches wir momentan abgeben ist schon mehr als peinlich. Natürlich kann man über den Stil und den Zeitpunkt streiten, in dem Lahm dieses Interview gegeben hat. Aber der Verein hat, egal was er macht, ein Problem: Philipp Lahm hat inhaltlich Recht. Und spricht auch noch aus Vereinssicht zu allem Überfluss einem überwältigenden Teil der Fans aus der Seele.

Bei weitem schlimmer als Stil und Zeitpunkt von Lahms Interview ist dann aber in meinen Augen die ebenso öffentliche Retourkutsche von Hoeneß mit seiner Bemerkung über Lahms Qualitäten als Rechtsverteidiger. Wie peinlich ist das denn? Da rüffelt man Lahm für eine Sache, die man im gleichen Atemzug selbst tut? Wir sind echt sehr weit unten angekommen. Und warum zum Henker spielt der dann überhaupt die ganze Zeit rechts? Gott, wirkt das hilflos!

Uli Hoeneß so unsouverän zu sehen tut wirklich weh. Ich erkenne den Mann, den ich so schätzen gelernt habe in der Vergangenheit, einfach nicht wieder. In meinen Augen hat er mitlerweile völlig sein Gespür verloren. Früher hatte der Mann die Instinkte für die richtigen Worte in der richtigen Situation zum genau richtigen Zeitpunkt. Die Erde bebte wenn dieser Mann sprach.

Heute ist da irgendwas auf dem Weg der letzten Jahre verloren gegangen. Das ist eins der schmerzhaften Tribute, den wir für unsere Vereinspolitik in letzter Zeit bezahlen müssen. Alles ist größer, schöner, teurer geworden. Der Verein wollte immer alles und das viel zu schnell. Das spiegelt sich in den Problemen mit dem Stadion wieder, in der Erwartungshaltung der Fans, in den Transferausgaben, in Struktur und Gehaltsgefüge der Mannschaft, in eigentlich allen Bereichen des Vereins. Und eben auch in Uli Hoeneß. Und das kommt davon wenn ein eigentlich so geerdeter Mann die ganze Zeit mit Luftschlössern zu tun hat, wie sie ein Karl-Heinz Rummenigge pflegt zu bauen.

Ein Bremer Kollege hat es in seiner Sicht als Fischkopp leider recht treffend ausgedrückt:

„Dinosaurier gleich setzt euer Vorstand auf die Macht des Geldes, ohne zu erkennen, dass moderner Fußball heute aus der Formung funktionierender Teams besteht. Ihr fahrt gerade stur in eurem Maybach mit Chauffeur 130 auf der linken Spur und werdet auf der Standspur mit 150 von einem Lada Niva überholt. Euer Navigationssystem heißt Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge hat es programmiert.“

Sicher etwas polemisch, aber die Grenzen zur Polemik sind bei Metaphern halt immer verschwimmend. Aber im Prinzip trifft es das schon gut. Und ich behaupte, die in allen Bereichen immer größer werdenden Dimensionen gehen eigentlich gegen Hoeneß Natur. Und sie haben ihn dementsprechend verändert. Aber das ist keine Entschuldigung, eher im Gegenteil. Es ist egal, ob bzw. wohl dass Karl-Heinz Rummenigge diese Dinge ursprünglich bei uns kultiviert hat, Uli Hoeneß hat sich mitreißen lassen und dabei seinen Instinkt verloren. Dafür ist er letztendlich ganz alleine verantwortlich.

Und so sind wir unter anderem als Folge aktuell an einem ziemlichen Tiefpunkt angekommen. Dass es sportlich nicht ganz rund läuft ist unschön. Aber wenn sich Spieler und Vorstand öffentlich bekriegen, dann ist das nicht der FC Hollywood, sondern der FC Afghanistan.

Dennoch schwingt bei mir ein bißchen mehr Hoffnung als Sorge mit, denn die Debatte ist durch Philipp Lahm auf alle Fälle in eine sehr richtige Richtung angestoßen worden. Das habe ich dem vorher immer so aalglatten Lahm echt nicht zugetraut. Jedenfalls wird sich auch der Vorstand dem nicht entziehen können. Wenn ich all die Umfragen sehe, ob Lahm mit seinen Aussagen Recht hat und zwischen 80 und 90 % bei ihm sind, da kann der Verein Geldstrafen aussprechen bis er schwarz wird, die öffentliche Debatte wird sich verselbstständigen. Noch mehr als jetzt. Und das kurz vor der Jahreshauptversammlung. Es liegt richtig Ärger in der Luft. Und die Hoffnung auf ein reinigendes anstelle eines vernichtenden Gewitters stirbt ja zuletzt. Um schlimmeres zu verhindern, kann ich mich an die Adresse des Vorstands gerichtet nur dem Resümee dieses guten Zeit-Kommentars anschließen. Alle wären gut beraten, sich inhaltlich mit den Äußerungen Lahms auseinanderzusetzen.

Fußball gespielt haben wir gestern natürlich auch noch. Keine besonderen Vorkommnisse, alles wie immer. Ganz gut gespielt, etwas Pech und einiges an Unvermögen vorne, langsam wird´s langweilig. Aber der Wille war zumindest da, so hatte man den Eindruck. Traurig, aber das ist ja schon eine Steigerung im Gegensatz zum Bordeaux Spiel.

Update: Sehr empfehlenswerter Kommentar zu Lahm vs Vorstand bei Spiegel Online. Zitat:

Seit Samstag wissen wir, dass es sich bei dem kleinen Mann um eine Persönlichkeit handelt, der ungeachtet persönlicher Konsequenzen das Wohl seines Vereins am Herzen liegt.

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1:1 gegen Herne-West – Eure Noten für unsere Spieler

Verfasst von mingarot am 7. November 2009

Halt es hoch für München! Bild: fRandi-Shooters used under CC License

Wieder kein Sieg, aber in meinen Augen eine ganz andere Leistung als zuletzt gegen Stuttgart und Bordeaux. Aber ich will zu meiner Sichtweise vorweg nicht zu viel sagen, dazu später mehr. Wie habt ihr unsere Spieler gesehen? Verteilt wieder eure Noten!

Spieler des Tages:

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FC Bayern München gegen FC Schalke 04 im Live Stream

Verfasst von mingarot am 7. November 2009

Knapp über der Grasnarbe. Bild: FANATICO TOTAL DL FÚTBOL used under CC License

Unterwegs? Receiver kaputt? Den Fernseher beim letzten Spiel aus dem Fenster geworfen? Wer sein Sky oder LigaTotal Abo nicht nutzen kann, der muss auf das wichtige Spiel gegen Schalke trotzdem nicht verzichten. Auf dieser Seite findet ihr am Samstag ab 10.30 Uhr alle Sender, die das Spiel per Livestream im Internet übertragen. Gegebenenfalls fehlende Software findet ihr ebenfalls dort zum Gratis-Download.

Ein scheiße wichtiges Spiel. In einigen Tageszeitungen waren wir ja schon Thema auf Seite 3, als hätte die Welt keinerlei Probleme. Abgesehen davon dass ich es absoluten Schwachsinn finde, will ich gar nicht wissen, wie der Baum brennt, wenn wir nicht gewinnen sollten. Sie sägen an allen Ecken an des Trainers Stuhl.

Letztendlich will ich mich aber gar nicht groß mit dem Thema aufhalten. Es sind drei Punkte zu vergeben wie in jedem anderen Spiel auch. Mit einem Sieg würden wir uns richtig festbeißen da oben in der Tabelle. Alles andere ist erstmal irrelevant. Auf geht´s, Ihr Roten!!

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Eure Durchschnittsnoten der Spiele in Stuttgart und gegen Bordeaux

Verfasst von mingarot am 7. November 2009

Bild: yüting used under CC License

Es stehen noch zwei Auswertungen eurer Notengebungen für unsere Spieler an. Hier eure Durchschnittsnoten von den Spielen in Stuttgart und gegen Girondins Bordeaux.

Gegen Stuttgart:

Hans-Jörg Butt: Durchschnittsnote: 2,33 bei 33 Bewertungen (Kicker: 2,0)

Philipp Lahm: Durchschnittsnote: 3,45 bei 29 Bewertungen (Kicker: 2,5)

Daniel van Buyten: Durchschnittsnote: 2,87 bei 27 Bewertungen (Kicker: 3,0)

Holger Badstuber: Durchschnittsnote: 3,03 bei 29 Bewertungen (Kicker: 4,0)

Edson Braafheid: Durchschnittsnote: 3,40 bei 29 Bewertungen (Kicker: 3,5)

Mark van Bommel: Durchschnittsnote: 3,04 bei 28 Bewertungen (Kicker: 3,5)

Anatolji Tymoshchuk: Durchschnittsnote: 3,06 bei 31 Bewertungen (Kicker: 4,0)

Thomas Müller: Durchschnittsnote: 3,39 bei 31 Bewertungen (Kicker: 5,0)

Bastian Schweinsteiger: Durchschnittsnote: 4,18 bei 28 Bewertungen (Kicker: 4,0)

Miroslav Klose: Durchschnittsnote: 4,45 bei 30 Bewertungen (Kicker: 4,0)

Mario Gomez: Durchschnittsnote: 4,0 bei 30 Bewertungen (Kicker: 4,0)

Luca Toni: Durchschnittsnote: 2,79 bei 31 Bewertungen (Kicker: ohne Bewertung)

Euer Spieler des Tages:

Platz 1: Hans-Jörg Butt (49 % / 17 Stimmen)

Platz 2: Anatoliy Tymoshchuk und Luca Toni (jeweils 17 % / 6 Stimmen)

Gegen Bordeaux:

Hans-Jörg Butt: Durchschnittsnote: 4,82 bei 99 Bewertungen (Kicker: 5,0)

Philipp Lahm: Durchschnittsnote: 4,58 bei 97 Bewertungen (Kicker: 4,5)

Martin Demichelis: Durchschnittsnote: 3,63 bei 92 Bewertungen (Kicker: 3,0)

Holger Badstuber: Durchschnittsnote: 4,02 bei 91 Bewertungen (Kicker: 5,0)

Edson Braafheid: Durchschnittsnote: 4,61 bei 92 Bewertungen (Kicker: 5,0)

Mark van Bommel: Durchschnittsnote: 4,55 bei 92 Bewertungen (Kicker: 5,0)

Bastian Schweinsteiger: Durchschnittsnote: 4,79 bei 94 Bewertungen (Kicker: 4,5)

Anatolji Tymoshchuk: Durchschnittsnote: 4,48 bei 91 Bewertungen (Kicker: 4,0)

Danijel Pranjic: Durchschnittsnote: 5,46 bei 91 Bewertungen (Kicker: 6,0)

Miroslav Klose: Durchschnittsnote: 5,20 bei 90 Bewertungen (Kicker: 5,0)

Luca Toni: Durchschnittsnote: 4,28 bei 90 Bewertungen (Kicker: 4,0)

Arjen Robben: Durchschnittsnote: 3,34 bei 89 Bewertungen (Kicker: 3,5)

Mario Gomez: Durchschnittsnote: 4,87 bei 92 Bewertungen (Kicker: 5,0)

Euer Spieler des Tages:

Platz 1: Arjen Robben (37 % / 34 Stimmen)

Platz 2: Martin Demichelis (22 % / 20 Stimmen)

Platz 3: alle unter „ferner liefen“ und nicht der Rede wert

Das waren zwei sehr unerfreuliche Spiele, die wir diesmal bewerten mussten. Ich freue mich, dass auch unter diesen Umständen abermals ein sehr ausgewogenes und kompetentes Ergebnis zustande kam.

Eigentlich wäre es mehr als wunderbar, aus den ganzen Bewertungen Formkurven per Diagramm zu erstellen. Allerdings hab ich´s nicht so mit Diagrammen und deshalb scheue ich mich ehrlich gesagt ein bißchen davor. Gibt es unter euch nicht jemanden, der Spaß daran hätte unsere Noten zu verarbeiten und anhand von Formkurven bildlich darzustellen? Das wäre natürlich ein Traum!

Es müsste halt nur sehr regelmäßig sein. Auf jeweils ein paar Tage kommt es im Zweifel aber natürlich nicht an. Hauptsache es liegt nicht zwischendurch mal völlig brach. Wenn dazu jemand Lust hätte, würde ich mich sehr freuen von euch zu hören.

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Anspruch und Wirklichkeit. Und wo ist nur die Leidenschaft?

Verfasst von mingarot am 4. November 2009

Rest in peace Erfolgsfans! Bild: unusualimage used under CC License

Enttäuschung, Ratlosigkeit, Wut…das Spektrum der Gefühle rund um unseren FC Bayern nach unserer Niederlagen gegen Bordeaux ist breit. Mir geht es nicht anders und aus dieser Gefühlslage heraus auf Ursachenforschung zu gehen fällt schwer. Ich hole mal weeeeit aus.

Sicher hat bedingt durch die Ausfälle von Schlüsselspielern in der Offensivabteilung ein Stück weit die Kreativität gefehlt. Aber das ist nicht mein Ansatzpunkt. Meinetwegen kann man verlieren, wenn man am Ende feststellen muss, dass die Qualität einfach nicht gereicht hat. Aber das setzt eine Sache vorraus, welche uns viel mehr groß gemacht hat als alles andere, auch in Europa: Leidenschaft.

Seien wir doch mal ehrlich. Wir hatten noch nie die besten Einzelspieler Europas, rein auf dem Papier waren wir immer gegen die großen Clubs der Außenseiter. Der Unterschied war, dass wir uns wohl gefühlt haben in dieser Rolle. Heute klaffen da Anspruch und Wirklichkeit völlig auseinander. Im ganzen Verein, vom größenwahnsinnigen Vorstand, über einen in den letzten Jahren herangezüchteten und mitlerweile großen Teil der Fans, bis hin zur Mannschaft. Alle wollen sich unbedingt mit Real Madrid und Manchester United auf einer Stufe sehen. Und so bekommt man gegen eine vermeintliche europäische 1B-Mannschaft wie Bordeaux am Ende nicht mal mehr Kampf.

Wir waren das wie gesagt auch früher nicht, auf einer Stufe mit den ganz Großen. Zumindest nicht auf dem Papier, sondern wenn dann nur wegen Dingen, die mit unserer Einstellung zu tun hatten. Selbst im triumphalen Jahr 2001 waren wir gegen all diese Kaliber nur der Außenseiter. Davor sowieso, mit Ausnahme Mitte der 70er vielleicht. Der erste Denkfehler fängt dann also schon beim Vorstand an, wenn er vor etwa 1 1/2 Jahren vollmundig verkündete, wir wollten „wieder“ in diesen Kreis der besten Mannschaften Europas „zurück“. Wir waren da noch nie. Nur war sich darüber jeder im Verein bewusst in dieser goldenen Vergangenheit.

Niemand hatte damals den Anspruch, den amtierenden französischen Meister mit spielerischen Mitteln schwindelig zu spielen. Die Grundhaltung war eine ganz andere als heute. Solche Gegner entsprachen unserer Augenhöhe und jeder wusste das. Und somit war auch jedem klar, dass wir in jedem Spiel, egal gegen welchen Gegner, mindestens 100 % Kampf abrufen mussten, um auf europäischer Bühne zu bestehen.

Anspruch und Wirklichkeit. Wir könnten auch heute mit der aktuellen Mannschaft bestehen. Sie ist – ebenfalls bedingt durch den wachsend realitätsfremden Größenwahn unseres Vorstands – in weiten Teilen um einiges besser besetzt, als so manche Bayernmannschaft, welche uns in der Vergangenheit würdig bis ruhmreich europäisch vertreten hat. Wahnsinnig viel teurer – auch inflationsbereinigt – ist die aktuelle Mannschaft in jedem Fall. Nur sind die Jungs damals mit einer ganz anderen Grundhaltung auf den Platz gegangen. Zuerst mal dem Gegner den Schneid abkaufen, harte Zweikampfführung und damit Einschüchterung des Gegners. Und darüber hinaus und auf dieser Basis dann die Entwicklung unserer spielerischen Fähigkeiten. Wir konnten uns halt nicht auf irgendwelche Einzelkönner verlassen.

Heute sieht das ganz anders aus. So emotionslos in ein so wichtiges Champions League Spiel zu gehen, wie wir es gestern gemacht haben, das kannst du dir nicht einmal erlauben, wenn du 300 Millionen statt 70 Millionen pro Saison in Stars investierst. Das ist aber nur die Folge einer tiefgreifenden Mißinterpretation des legendären „Mia san mia“ in den letzten Jahren. Früher bedeutete das mit jedem Ballkontakt und in jedem Zweikampf eine gottgegebene Giftigkeit auszustrahlen. Es hatte mit niemals aufgeben zu tun, bis zur letzten Sekunde. In dieser Philosophie steckte also schon, dass wir immer und ständig und in jeder Sekunde um und für unsere Dominanz kämpfen mussten.

Aber diese heutige Mißinterpretation ist nicht in der Mannschaft entstanden, dort spiegelt sie sich nun letztendlich nur wieder. Sie ist definitiv beim Vorstand entstanden. Das ist die Quelle allen Größenwahns. Seit Rummenigge (und zwar genau seitdem) sein imaginäres Zepter schwingt, hat sich die Philosophie unter gleichem Namen mehr und mehr gewandelt. „Mia san mia“ steht heute nun auf dem bisherigen Höhepunkt dieses Prozesses nur noch für „Höher, schneller, weiter“, eine einzige Seifenblase. Es steht für die Idee, sich den Erfolg erkaufen zu können, ja geradezu zu müssen. Und solange sich diese „Mia san mia“-Philosophie nicht zurück zu ihren oben angesprochenen Wurzeln entwickelt, werden wir auch noch mehr Vereinsanteile verkaufen, irgendwann die 50 +1 Regel mithelfen abzuschaffen um auch den letzten Rest des Vereins zu verscherbeln. Weil man auf Krisen immer wieder mit neuen Einkäufen reagieren wird, ohne Sinn und Verstand.

Die schlechte Zusammensetzung der heutigen Mannschaft, die trotz so einiger Einzelkönner und europäischen Topverdienern nunmal gegeben ist, kommt ja auch nicht von ungefähr. Es spiegelt nur diese veränderte Philosophie wieder. Früher mussten wir noch auf unser Geld achten. Zumindest um europäisch einigermaßen mithalten zu können sportlich. Man hat darauf geachtet Typen zu verpflichten, welche zum Verein und unserer Philosophie passen. Man hat klare Ziele verfolgt, wie zum Beispiel rund um die Jahrtausendwende jede Position möglichst gleichwertig doppelt zu besetzen. In den letzten Jahren wurde aber ohne Sinn und Verstand eingekauft. Wie bei einem Managerspiel auf dem Computer wurde da wahllos nach Namen eingekauft und dabei Kohle ohne Ende verbrannt. Teilweise wurde nicht einmal darauf geachtet, ob es überhaupt von der Position des jeweiligen Spielers her in irgendeiner Weise sinnvoll ist. Und so kommt es dann, dass wir wie gestern mit van Bommel, Tymo und Schweinsteiger praktisch drei 6er auf dem Platz stehen haben und den Esprit einer Wanderdüne versprühen. Wir sind auf manchen Positionen drei- oder vierfach besetzt. Auf anderen sind wir praktisch gar nicht besetzt.

Anspruch und Wirklichkeit. Was wir glaube ich alle miteinander verstehen müssen ist, dass wir uns in einem Teufelskreis befinden. Ich fürchte der Vorstand wird schon im Winter auf diese Dinge wieder mit dem Reflex reagieren, noch mehr Geld für neue Spieler auszugeben. Und genau das ist ja auch der Reflex weiter Teile der Fans. Jetzt soll also noch ein 10er von internationaler Klasse verpflichtet werden und DANN wird alles besser. So hör ich viele rufen. Aber genau diese Denkweise ist es, die uns in die jetzige Situation gebracht hat. Um aus diesem Teufelkreis auszubrechen, müssten wir das genaue Gegenteil praktizieren. Das ist meine feste Überzeugung. Nur wenn alle – angefangen beim Vorstand, über die Mannschaft, bis zu den Fans – ihre Anspruchshaltung überdenken, finden wir zu uns selbst zurück. Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um letztendlich irgendwann zwei Schritte nach vorne zu gehen. Und dies ist so ein Fall.

Dies muss allerdings im Vorstand beginnen. Nur mit einer vernünftigeren und auf unsere Wurzeln beruhenden Grundeinstellung und daraus resultierenden Aktivitäten auf dem Transfermarkt, wird man auch wieder eine vernünftigere Struktur innerhalb der Mannschaft bekommen. Und auch nur dann wird man eine Mannschaft mit der richtigen Einstellung auf dem Platz bekommen. Blind die zig Millionen Jahr für Jahr auszugeben und damit die offensichtlichen Probleme nur zu kaschieren, anstatt sie an den Wurzeln zu packen, ist nicht unser Weg zum Erfolg. Alles und jeden nur unter Marketinggesichtspunkten zu sehen ebenfalls nicht. All das führt nur zu eins: Einer echten Identitätskrise, wie wir sie im Moment erleben.

Anspruch und Wirklichkeit. Das gilt im übrigen auch für die Fans. Enttäuschung, Ratlosigkeit, Wut…nach diesem Auftreten der Mannschaft alles irgendwie verständlich. Aber wenn man in der Niederlage nicht dazu fähig ist eine gewisse Haltung zu bewahren, dann fehlte nicht nur der Mannschaft die Leidenschaft. Das Wort „Leiden“ ist ja nicht umsonst Bestandteil dieses Begriffes. Vielleicht trennt sich jetzt mal die Spreu vom Weizen, entsprechend dem Bild über diesem Artikel. Aber auch das würde mit einer veränderten Grundhaltung des Vorstands beginnen. Solange dieser die Kunden statt Fans mit ihrem Größenwahn heranzüchtet, wird sich da auch bei zeitweiligem Mißerfolg nichts ändern. Auch da bedarf es einer radikalen Rückkehr zu unseren Wurzeln, um diesem Teil des Teufelskreis zu entkommen. Dennoch möchte ich euch folgenden flammenden Blogeintrag eines schreibenden Kollegen empfehlen, der dieses „Haltung bewahren in der Niederlage“ sehr, sehr schön auf den Punkt bringt: Vereinsliebe ist mehr…

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0:2 gegen Girondins Bordeaux – Eure Noten für unsere Spieler

Verfasst von mingarot am 3. November 2009

Halt es hoch für München! Bild: fRandi-Shooters used under CC License

Haut rein, gebt unseren Spielern Noten. Lasst eurem Frust ruhig freien Lauf. Ich will ja vorweg niemanden beeinflussen, aber im Prinzip gehören alle durch die Bank wegen Feigheit richtig abgestraft. Wir waren ungefähr so aggressiv wie die Kelly Family nach dem Müsli-Morgenschiss. Kann gar nicht sein bei so einem wichtigen Spiel und das auch noch zuhause. Ich sag besser nichts mehr, sprecht ihr in Form eurer Noten.

Spieler des Tages:

Die Auswertungen werde ich vor dem Spiel gegen Schalke zusammen mit den Auswertungen vom Stuttgart Spiel machen, welche ich vor dem Spiel heute nicht mehr geschafft hatte.

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FC Bayern München gegen Girondins Bordeaux im Live Stream

Verfasst von mingarot am 2. November 2009

Knapp über der Grasnarbe. Bild: FANATICO TOTAL DL FÚTBOL used under CC License

Mal wieder der Tipp für alle, die ihr Sky Abo beim Champions League Spiel unserer Bayern gegen Girondins Bordeaux nicht nutzen können, weil sie unterwegs, auf ihrer Alten, oder wo auch immer sind. Auf dieser Seite findet ihr am Dienstag ab 15.45 Uhr alle Sender, die das Spiel per Livestream im Internet übertragen. Gegebenenfalls fehlende Software findet ihr ebenfalls dort zum Gratis-Download.

Ein Spiel, welches man auch unter keinen Umständen verpassen darf. Wir sind zum Siegen verdammt. Unterstützt unsere Roten, wo immer ihr seid! Kämpfen und siegen!

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Das erste kleine Endspiel der Saison gegen Girondins Bordeaux

Verfasst von mingarot am 2. November 2009

Alle zusammen für München! Bild: FotoVero84 used under CC License

„Die Résistance ist leiderrr nächt zo onterrrschätzen. Das mossten gerade aoch die Mönchnerrr fästställen. Aberrr onsere Antwort wird folgen!“

So formulierte es „Der Führer“ bei Twitter (Genial der Typ. Und bevor jetzt beschwerden kommen sag ich´s besser dazu: Das ist Satire. Erstklassige dazu.) nach dem Spiel in Bordeaux und ich könnte es nicht besser sagen. :)

Mein Ärger über die zwei verschenkten Punkte gegen Stuttgart ist jedenfalls heute schon wieder verraucht. Dazu geht es jetzt viel zu schnell mit den wichtigen Spielen. Morgen haben wir dann also wieder die Rotweinpisser in der Champions League vor der Brust. Schon ein echtes kleines Endspiel, welches zwingend gewonnen werden muss. Ab heute ist Stuttgart Geschichte, morgen geht es um Alles oder Nichts.

Natürlich herzlich subotimal, sich so früh in der Saison schon so ein Endspiel eingebrockt zu haben und der Druck ist immens. Aber da sind die Jungs natürlich auch durch ihre „Leistung“ im Hinspiel selber Schuld dran. Ich hoffe wir sind schon stabil genug, mit diesem Druck umgehen zu können, das wird ganz entscheidend sein. Erstmal gilt es hinten wieder gut zu stehen und nach Möglichkeit kein Gegentor zu bekommen. Ein 1:0 würde uns ja reichen, den direkten Vergleich für uns zu entscheiden.

Die Wichtigkeit von Spielen erkennt man daran, wie früh sich echte Anspannung einstellt. Und ich bin heute schon fast zum Zerreißen gespannt. Das wird ein ganz enges Höschen, ich hoffe der allmächtige Fußballgott ist auf unserer Seite.

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Ein Schlafwagen voller Weicheier

Verfasst von mingarot am 1. November 2009

Siegermentalität auf dem Abstellgleis. Bild: Two up, two down used under CC License

Wer mich kennt, oder wer hier mitliest, der weiß genau, wie sehr ich die Mannschaft in Schutz genommen habe in dieser Saison. Aus für mich auch nach wie vor guten Gründen. Aber gestern ist mir ordentlich der Arsch geplatzt. Vielleicht für manche ein überraschender Zeitpunkt, es gab ja schon schlimmerer Ergebnisse als in Stuttgart Unentschieden zu spielen. Für mich allerdings stellt sich die Sache etwas anders dar.

Schon lange wird von vielen Leuten moniert, uns wäre das Siegergen abhanden gekommen. Das ist soweit auch richtig, nur war das in ganz elementaren Dingen des Fußballs begründet. Für mich war es immer der zweite vor dem ersten Schritt, die Siegermentalität zu bemängeln. Woher sollte die auch kommen, wenn man keine Ordnung auf dem Platz hat, es keinerlei Automatismen gab und keinerlei übergeordneten taktischen Plan? All diese Dinge galt es erstmal in Angriff zu nehmen. Eine Mammutaufgabe, die Louis van Gaal absolut angenommen und gemeistert hat.

Dies war erstmal die Basis, aus dem Nichts entsteht nunmal kein Selbstvertrauen, geschweige denn ein Mia san mia-Gefühl, das muss man sich verdammt hart erarbeiten. Und das hat die Mannschaft wirklich mustergültig getan und deswegen fiel es mir überhaupt nicht schwer eine gewisse Geduld an den Tag zu legen. Ich wusste, wenn wir weiter so arbeiten ist die Rückgewinnung der bayerischen Mentalität nichts weiter als der nächste logische Schritt.

Und so kam es dann auch. In den beiden Partien gegen Frankfurt haben wir diesen nächsten Schritt definitiv gemacht. Das war unser FC Bayern. Das war unsere Mentalität. Die Früchte der harten Arbeit der vergangenen Monate.

Und dann schenken wir das gestern so dermaßen leichtfertig wieder her, ich hab meinen Augen nicht getraut. Sicher kann man in Stuttgart Unentschieden spielen, aber unter den oben angeführten Umständen habe ich ein völlig anderes Auftreten der Mannschaft erwartet. Wie kann man nur so schnell zufrieden sein? Wir waren ein gefühltes Jahrhundert nicht mehr ganz oben in der Tabelle, besonders satt können die Jungs jedenfalls nicht sein. Wie kann man nur so gleichgültig seinen Stiefel runterspielen, wo man gerade eben erst nach laaaanger Zeit in den Genuss vollsten Rückenwindes gekommen ist. Wie gesagt, hart erarbeiteten Rückenwindes.

Das ist des FC Bayern München nicht würdig, so einfach ist das. Wenn wir uns so schnell mit kleinen Erfolgen zufrieden geben, dann unterscheidet uns gar nichts von jedem anderen Verein. Gestern war die Chance da, sein eigenes Ego wieder auf FC Bayern-Normalniveau zu katapultieren. Diese Chance war zum ersten mal seit fast 1 1/2 Jahren zum Greifen nahe. Und den Jungs geht das scheinbar komplett am Arsch vorbei. Vom Gegner will ich gar nicht sprechen, es geht nur um uns selbst, wir hatten unser Schicksal in den eigenen Händen. Aber dass es sicherlich nie so einfach war in Stuttgart zu gewinnen, macht die Sache natürlich trotzdem noch schlimmer.

Vor allem gegen Ende hin war nicht ein Fünkchen Wille zu sehen, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Machen wir da nochmal Druck, dann geht den Stuttgartern in der gestrigen Verfassung so sicher wie das Amen in der Kirche nochmal richtig der Kackstift. Und normal fällt dann das Tor, auch weil wir eben nach den zwei Frankfurt-Spielen das Selbstverständnis wiederhaben. Stattdessen sieht man geradezu eine Scheißegal-Einstellung. Nachdem Tonis Tor aberkannt wurde hat man richtig gesehen, wie sich alle mit dem Unentschieden angefreundet haben. Nach dem Motto, dann soll´s heute wohl nicht sein. Ein absolutes Unding. Wenn du geil auf Siege bist, dann nimmst du so ein aberkanntes Tor zu genau dem gegenteiligen Anlass. Nämlich jetzt erst recht richtig Gas zu geben, man hat ja gesehen es geht.

Ich bin wirklich bitter enttäuscht von der Mannschaft. So enttäuscht war ich in dieser Saison noch nie auch nur ansatzweise. Ich bin nach wie vor froh, dass wir wieder eine mannschaftliche Stabilität haben auf dem Platz, wie gesagt, das ist essenziell für alles weitere. Aber das ist es nicht, was den FC Bayern München ausmacht. Das kann im Zweifel mit einem guten Trainer jeder Verein. Es ist Zeit für den nächsten Schritt und dafür ist jetzt jeder einzelne Spieler für sich gefordert. Ich will jetzt sehen, dass sie den FC Bayern auch verkörpern können. Es kann nicht angehen, dass mit Müller ausgerechnet einer der jüngsten noch am allermeisten unser Selbstverständnis ausstrahlt. Das ist ein Armutszeugnis für Leute wie Klose, der schon oft (leider eigentlich fast nur in der Nationalmannschaft) bewiesen hat, dass er ein echter Leader sein kann, wenn´s drauf ankommt. Oder einem Lahm, den mitlerweile der zarte Hauch der totalen Selbstbeweihräucherung umgibt, der verbal der größte Führungsspieler ist, aber auf dem Platz seinen Stiefel runterspielt und keinerlei Akzente setzen kann. Solide, mehr nicht. Keine übergeordnete Hilfe für die Mannschaft. Und da muss er sich halt an seinem eigenen Gequatsche messen lassen. Wobei ich schon froh wäre, wenn er mal eine vernünftige Flanke schlagen würde, damit wär ich schon zufrieden.

Man kann noch ein paar mehr nennen. Schweinsteiger hat mich gestern auch enttäuscht. Er muss jetzt auf der Spielmacherposition aushelfen und da ist er sicherlich falsch. Aber ein paar Amokgrätschen und eine gewissen Giftigkeit kann ich schon verlangen in einem Spiel wie gestern, gerade dann wenn spielerisch wenig läuft.

Nehmt euch einfach ein Beispiel an Thomas Müller und Mark van Bommel. Von denen bekommt man das immer. Reißt euch jetzt verdammt nochmal den Arsch auf, sonst reißt ihr mit selbigen alles wieder ein, was ihr euch in den letzten Monaten so hart erarbeitet habt.

© 2009 Traumtorschuetze

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