Mingablog – FC Bayern München Fan Blog

Euer Hass ist unser Stolz

1. FC Kaiserslautern gegen FC Bayern München im Internet Live Stream

Geschrieben von mingarot am 27. August 2010

Fast so feucht-fröhlich wie im Stadion. Bild: airgap used under CC License

Rote Glaubensbrüder sind über den ganzen Erdball verteilt und so gibt es auch diese Saison wieder auf dem Mingablog den Service für alle, die unsere Spiele aus geographisch bedingten Gründen nicht live im Stadion, oder bei Sky, bzw. Liga total verfolgen können. Auf dieser Seite findet ihr ab 15.30 Uhr alle Sender, die unser Gastspiel auf dem Lauterer Betzenberg (Anstoß 20:30 Uhr) via Live Stream im Internet zeigen. Gegebenenfalls fehlende Software findet ihr hier.

Der Betzenberg also mal wieder. Früher, als Kaiserslautern noch wer war, da waren das ganz heiße Duelle. Um nicht zu sagen, es waren kriegsähnliche Zustände auf und neben dem Platz. Ich glaube, von den rund 100.000 Einwohnern, die in diesem Dorf leben, sind genau 100 % fanatische Bayernhasser, die sich vor Gastspielen des ruhmreichen FCB zum kollektiven Blutsaufen verabreden und zum Nachtisch rohes Fleisch reißen. Aber das lieben wir ja. Euer Hass ist unser Stolz und wir brauchen nicht mehr als 90 Minuten, um euer Dorf zu stürmen und die ehemalige Festung Betzenberg dem Erdboden gleichzumachen, Sportsfreunde!

In jedem Fall bin ich gespannt, ob der Pöbel auf den Rängen immer noch so geisteskrank wie früher ist und immer noch allenthalben den Menschen wie Tieren der blanke Hass in den Augen steht. Ich gehe von nichts anderem aus. Und auch die Spieler dürfen sich auf eine gnadenlose Treterei einstellen, die selbst in der Kreisklasse ihres gleichen sucht. Kurz: Wird ein saugeiles, emotionales Spiel, bei dem wir mit drei Punkten im Gepäck auf der Heimreise freundlich zum Abschied mit dem blanken Arsch winken werden. Willkommen zurück in der 1. Bundesliga, Kaiserslautern!

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Bayern gegen den Schmott Europas – Auslosung zur Champions League 2010/2011

Geschrieben von mingarot am 26. August 2010

Her mit dem Henkeltopf! Bild: alemaxale used under CC License

Seit gestern Abend stehen sie nun endgültig fest, die 31 Mannschaften, welche die große Ehre haben, zusammen mit dem ruhmreichen FC Bayern München um den begehrtesten europäischen Vereinstitel zu ringen. Heute Abend um 18:00 Uhr werden dann im Grimaldi-Forum zu Monaco die Gruppen ausgelost, live zu sehen auf Eurosport. Immer ein feierlicher Moment. Für uns zumindest. Für die Mannschaften, die gegen uns ran müssen, eher weniger.

Hier die Töpfe. Die gesetzten Mannschaften in Topf 1 bekommen aus jedem der Töpfe 2 – 4 jeweils einen Gegner zugelost.

Topf 1

FC Barcelona
Manchester United
FC Chelsea
FC Arsenal
FC Bayern
Inter Mailand
AC Mailand
Olympique Lyon

Topf 2

Werder Bremen
Real Madrid
AS Rom
Shakhtar Donetsk
Benfica Lissabon
FC Valencia
Olympique Marseille
Panathinaikos Athen

Topf 3

Tottenham Hotspur
Glasgow Rangers
Ajax Amsterdam
FC Schalke 04
FC Basel
Sporting Braga
FC Kopenhagen
Spartak Moskau

Topf 4

Hapoel Tel-Aviv
Twente Enschede
Rubin Kazan
AJ Auxerre
CFR Cluj
Partizan Belgrad
MSK Zilina
Bursaspor

Lasst uns ein bißchen „Wünsch dir was“ spielen! Meine Wunschgruppe wäre:

FC Bayern München

Benfica Lissabon

Tottenham Hotspur

Twente Enschede

Das sind alles attraktive, aber machbare Aufgaben und für die Auswärtsfahrer sehr attraktiv. Doch wahrscheinlich kann man wieder die Uhr danach stellen, dass wir Real Madrid bekommen. Wenn wir sie theoretisch kriegen können, dann kriegen wir sie auch, wie immer in den letzten Jahren. Sportlich natürlich absolut machbar, vor niemandem scheißen die sich in Madrid so ein wie vor uns. Aber ob es schon wieder sein muss? Nach meinem Geschmack nicht unbedingt. Man will auch mal etwas anderes sehen, als schlotternde Madrilenen im Bernabeu.

Auf eine geile Champions League Saison, Freunde! La bestia negra rockt das Haus!

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Dusel machen andere – wir machen Überzeugung

Geschrieben von mingarot am 22. August 2010

Bayern-Dusel? Bayerische Großartigkeit! Bild: *eddie used under CC License

Das Wichtigste vorweg: Wochenenden erfüllen wieder den Zweck, den Gott ihnen einst zugedacht hatte, als er sie erschuf. Sie sind voller Fußball! Die Zeit der Orientierungslosigkeit ist vorbei. Alle folgen wieder dem hellsten Stern am Horizont. Dem Stern des Südens.

Was ein schöner Auftakt in die Saison 2010/2011 es für uns Rote war. Nach der obligatorischen Eröffnungszeremonie der DFL mit dem Titel „Nordkorea für Arme“ ging die Post sofort ab und es bewahrheitete sich, was die meisten erhofft hatten. Das System van Gaal ist von der Mannschaft verinnerlicht, die Laufwege passen, die Murmel läuft traumwandlerisch sicher durch die eigenen Reihen und vor allem: Alle haben Bock auf schönen Fußball. Ganz anders auf Seiten der Wölfe. Ein neuer Trainer, dessen Vorstellungen von Fußball noch nicht richtig in der Mannschaft angekommen sind und dementsprechend viele Unstimmigkeiten im Spiel.

Und so dauerte es keine neun Minuten, bis sich die über Monate angestaute Fußballgier bei uns allen eruptionsartig entlud, als Thomas Müller und Toni Kroos den Ball durch den Münchner Abendhimmel jonglierten und die verdutzten Wolfsburger staunend das Runde Plastik das erste mal aus ihrem Netz fischen durften. Die Saison begann wie die alte endete, als wäre nie eine Pause dazwischen gewesen. Alles andere als selbstverständlich für uns in den letzten Jahren, meistens sah das um einiges holpriger aus zu Saisonbeginn.

Nur die viel besprochene erste Viertelstunde der zweiten Halbzeit lässt einige Sorgen nach diesem Spiel zurück. Dort offenbarte der VFL Wolfsburg beinahe im Minutentakt einige eklatante defensive Schwächen. Daran wird zu arbeiten sein. Wobei auch das der letzten Saison nicht unähnlich ist. Wir stellten zwar letztendlich faktisch die Beste Abwehr der Liga am Ende der letzten Bundesligasaison, gefühlt sah das aber das ganze Jahr über irgendwie ganz anders aus. Wenn es am Ende dieser Saison wieder genauso ist, würde ich mich darüber nicht beschweren, es ist wohl einfach auch Teil unserer Spielweise, das die Abwehr schwächer aussieht als sie ist. Allerdings war es im letzten Jahr vor allem international natürlich oft ein Ritt auf der Rasierklinge, den ich meinem Herzen gern ersparen wollen würde.

Aber unsere Spielweise werden wir unter van Gaal nicht ändern und das ist auch verdammt gut so. Vielleicht wird es aber ja nach den aktuellen Geschehnissen um Martin Demichelis personell noch Veränderungen geben und es wird noch ein Innenverteidiger verpflichtet, so denn Micho den Verein verlässt. Wonach es ja zur Zeit schwer aussieht. Es wäre allerdings ein sehr trauriger Abgang für Micho. Wenn es so kommt kam er als Mann – und ging als Mädchen. Ich glaube damit ist zu dem Thema auch alles gesagt.

Nach dem folgerichtigen Ausgleich durch Dzeko sahen wir dann aber wieder den FCB der letzten Monate. Absolute Überzeugung, Kampfkraft und auch die Geduld, die eigene Spielweise bis zur letzten Minute durchzuziehen. Da wird nie die Brechstange herausgeholt, dazu sind wir einfach zu sehr in der Lage, unseren Plan von Fußball dem Gegner aufzuzwingen. Und so sieht man bei knappen Spielen immer wieder, wie von Minute zu Minute unsere Überzeugung größer und die des Gegners kleiner wird. Womit wir eigentlich die perfekte Definition des Wortes „Bayern-Dusel“ haben. Es ist nichts weiter als Überzeugung bei uns und fehlende Überzeugung beim Gegner.

Dass das entscheidende Tor im ersten Spiel der Saison in buchstäblich letzter Minute fällt, macht uns damit direkt von Beginn an noch stärker, als wenn wir sie mit 4:0 vom Platz gefegt hätten. Vom ersten Spieltag an haben wir den Nimbus, der uns seit Jahr und Tag die ganz großen Flügel verleiht und die Gegner schon vor dem Anpfiff erzittern lässt. Die Message ist: Ihr dürft mitspielen, vielleicht dürft ihr euch sogar Hoffnungen machen. Aber am Ende gewinnt Bayern München! Und wenn nach dem ersten Spieltag schon wieder bundesweit über Bayern-Dusel diskutiert wird kann man als Roter nur sagen: Die Saison kann nur geil werden! In diesem Sinn: Nur der FCB!

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Deutscher Fußballmeister FCB Teil 23 Klappe die Erste

Geschrieben von mingarot am 20. August 2010

Leiden-schafft. Bild: Flo (all rights reserved)

Viele, viele Monde lang mussten wir durch ein finsteres, bayernloses Tal wandern, aber heute Abend knippsen sie endlich wieder die Lichter an in der Allianz Arena. Gedreht wird die erste von 34 Klappen zum 23. Teil der Erfolgsserie „Deutscher Fußballmeister FCB“. Die Hauptdarsteller sind die gleichen wie im letzten Teil, obwohl das Produzententeam um Rummenigge, Hoeneß, Nerlinger und Co. gerne irgendwen schönes und erfolgreiches für die Quote mit einbauen hätte wollen. Doch Kult-Regisseur und Meister-Drehbuchautor Louis van Gaal verbat sich jede Drehbuchänderung und vertraut auf seine bewährte Starbesetzung. Welche auch von den Kritikern, schon bevor die erste Klappe gefallen ist, als das Beste der deutschen Filmgeschichte gefeiert wird.

Auch dieser Teil wird wieder all das haben, was diesen Epos in den vergangenen Jahrzehnten zum erfolgreichsten Strassenfeger aller Zeiten gemacht hat: Actiongeladene Kampfszenen, dramatische Wendungen, Liebe und Leidenschaft, grenzenlose Glückseligkeit und die Geschichte einzigartiger Kameradschaft und Treue, welche lebensbejahende Aussagen wie „Weiter, immer weiter!“, „Mia san mia und ihr seid´s nix!“, oder auch „Euer Hass ist unser Stolz!“ transportieren.

Auch dieser Teil wird wieder direkt an den Drehorten (abwechselnd jedes zweite Wochenende in München und jedes zweite Wochenende an wechselnden Standorten) in 3D gezeigt und wenn alle mitmachen, gibt es sogar fantastische visuelle und akkustische Effekte. Also lasst euch das nicht entgehen und werdet Teil dieser einzigartigen Geschichte, in der jeder mit dem richtigen Einsatz vom Neben- zum Hauptdarsteller werden kann.

Heute kämpfen wir zum Auftakt der Erfolgsserie mit bloßen Füßen gegen ein Rudel Wölfe, welches schon seit einem Jahr nicht mehr richtig gefressen hat und dementsprechend hungrig und aggressiv sein wird. Für Spannung ist von Anfang an gesorgt, also schmeißt das Popcorn weg, hier wird nichts gekaut außer Fingernägel und geschlagene Gegner!

Den Trailer zum Film „Deutscher Fußballmeister FCB – Teil 23″ seht ihr hier:

Auf geht´s, ihr Roten!!

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Das Robbensche Sommerloch im Oberschenkel

Geschrieben von mingarot am 11. August 2010

Was hier so zärtlich aussieht, war in Wahrheit das reinste Robbensterben. „Robben hätte nie bei der WM spielen dürfen!“  Bild: Globovisión used under CC License

Eines der interessantesten Naturerscheinungen ist und bleibt das Loch. Eigentlich ist ein Loch per Definition ja nichts. Obwohl eher: Nichts mit etwas drum herum. In diesem Fall einem Oberschenkel. Einem ziemlich teuren und nicht weniger begabten Oberschenkel. Und dennoch meint man ja nicht, wie ein Loch – also mit anderen Worten nichts – einen ganzen Sommer krimireif füllen kann.

Angefangen hat das Thema ja schon vor der WM. Da nannte man es von Seiten der Holländer absichtlich noch nicht „Loch“, denn sonst hätte Robben gar nicht bei der WM gespielt und demnach auch nicht anschließend das fußballerische Sommerloch bis heute recht umfangreich gefüllt. Aber seit heute wissen wir: Auch damals war es schon ein Loch! Also nichts. Naja, lassen wir das.

Denn es ist natürlich schon etwas, wenn der mit Abstand beste Spieler der vergangenen Saison um die drei Monate ausfällt, dann erst langsam reinkommen muss und innerhalb dieser Pause auch wieder die Grundlagen verliert, die er in seinem speziellen Aufbautraining in Zusammenarbeit mit unseren Ärzten erarbeitet hatte und die ihn letzte Saison so stark gemacht hatten. Und wenn es stimmt, was Karl-Heinz Rummenigge heute sagte, nämlich dass das Loch schon vor der WM erkennbar war, wie die nun vorliegenden Bilder der damaligen Untersuchungen beweisen, ja dann sind die beim holländischen Verband die personifizierten Löcher – Arschlöcher nämlich. Sie hätten damit vorsätzlich in Kauf genommen, dass wir hinterher den Mist ausbaden dürfen. Und sie hätten damit auch die gesamte Karriere von Arjen Robben vorsätzlich auf´s Spiel gesetzt. Das hätte auch ganz schnell richtig böse ausgehen können mit einer Verletzung, die ihn die Karriere kostet. Wenn sich das alles so bewahrheitet, dann ist es ein handfester Skandal was da mit Robben und um Robben herum bei der WM passiert ist.

Das interessiert mich viel mehr, als der Streit um´s Geld, welcher nun entbrannt ist. Es ist natürlich richtig vom FC Bayern, sich die Reparatur ihres „kaputten Autos in der Garage“ jetzt vom holländischen Verband bezahlen zu lassen. Und sich so ein bißchen mit der FIFA anlegen, wie es der FC Bayern nun tut, kann auch nie schaden, sonst pennen die Opis auf ihren Geldsäcken da ja ein. Aber das überlasse ich ganz unserer Kampftruppe rund um Killer-Kalle. Da darf er sich meinetwegen mal richtig austoben.

Aber letztendlich interessiert mich jetzt so langsam mal wieder vor allem auf´n Platz. Ich hab genug gehört von Löchern in Oberschenkeln, oder davon, wie toll Louis van Gaal das deutsche Fleisch findet. Mich dürstet es nach Fußball und nach Themen, die die Menschheit wirklich bewegen. „Wer will diesen FC Bayern stoppen?“ oder „Nach bestem Saisonstart aller Zeiten: Bayern schon im Winter sicher Meister?“ zum Beispiel. Gott sei Dank geht das nächste Woche wieder los. Spätestens wenn Lothar Matthäus nicht mehr täglich in den Medien ist, weiß man, jetzt rollt die Kugel wieder. Zeit wird´s! Und hoffentlich – ehe wir uns versehen – reden wir dann in einiger Zeit auch wieder nur noch von Löchern in Zusammenhang mit Arjen Robben, wenn er diese in gegnerische Abwehrreihen reißt. In diesem Sinne: Mission Titelverteidigung kann beginnen!

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Kurzer Formcheck der Möchtegern-Meister – Gegen Bayern habt ihr keine Chance

Geschrieben von mingarot am 5. August 2010

Buddelt tiefer ihr Würmer! Übrigens, ihr buddelt an der falschen Stelle… Bild: aidanbrooks used under CC License

Gut zwei Wochen vor dem Bundesligastart will ich mich mal der „Konkurrenz“ widmen und die meistgenannten Meisterschaftsanwärter ein wenig unter die Lupe nehmen. Ohne allerdings ernsthaft zu glauben, auch nur einer könnte dem FC Bayern München nur ansatzweise gefährlich werden.

FC Schalke 04

Schalke? Meister? Komm, da brauchen wir nicht weiter drüber zu schnacken! 4 Minuten vielleicht, wenn´s hoch kommt.

SV Werder Bremen

Die Fische sind jedes Jahr wieder nicht ungefährlich. Man hört nix und liest nix von denen vor der Saison, aber auf dem Zettel haben muss man sie immer. Ich spar mir Floskeln wie „die Truppe ist eingespielt“ und „Thomas Schaaf ist in Bremen in seinem geschätzt 150. Jahr mit jedem Grashalm nicht nur per du, sondern höchstwahrscheinlich mit den meisten von ihnen blutsverwandt“ und sag nur: Behaltet mir die Fische im Auge!

Bayer 04 Leverkusen

Da gilt natürlich das selbe wie bei den Schalkern. Außerdem haben sie sich durch die Verpflichtung von Michael Ballack selbst allen Titelhoffnungen beraubt. Ein schwarzes Schaf macht die ganze Herde verrückt. Vor allem, wenn es sich selbst als ultimatives Leitschaf sieht. Leitschaf – was für ein passender Ausdruck für Michi B.

Borussia Dortmund

Ich fürchte der Klopp macht die Truppe nach und nach zu einer echten Spitzenmannschaft. Da entsteht was, die muss man im Auge behalten, die Zecken.

VFB Stuttgart

Phhh! Das dauert noch mindestens 20 Jahre, bis die mal wieder am Titel schnuppern.

Hamburger SV

Warum werden die eigentlich immer wieder vor jeder Saison genannt? Die Erfahrung allein müsste euch das Gegenteil lehren.

VFL Wolfsburg

Stinklangweilig, aber brandgefährlich. Aber der Trainer kommt mit Regenschirm, also alles in Butter.

TSG Hoffenheim

Ach hör doch auf, jetzt hab ich kein Bock mehr. ;)

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Lebe deinen Wahnsinn – Es geht wieder los

Geschrieben von mingarot am 30. Juli 2010

Es geht wieder los! Bild: txmx 2 used under CC License

Es ist zwar nur eine Art Käthe-Kollwitz-Gedächnispokal, aber für mich geht die Saison morgen beim Liga total Cup los. Sobald unsere Roten bei einem offiziellen Spiel dem Ball, dem Gegner und den Zuschauern die Ehre erweisen ihnen beiwohnen zu dürfen, wenn München eben jene drei dominiert, sobald ist es für mich eine Frage der Ehre. Wir sind nunmal der FC Bayern München, unser Wappen verpflichtet zur Unschlagbarkeit in ausnahmslos jedem Spiel.

Das klingt verbissener als es ist, denn in Wirklichkeit ist das ein Heidenspaß, dem immer und immer wieder gerecht zu werden. Das Spiel gegen Köln am morgigen Samstag betrachte ich da als leichte Aufwärmphase, bevor es am Sonntag in jedem Fall gegen Schalke oder Hamburg geht. Zwei Vereine mit mal wieder ganz aktuellen Ambitionen, ein wenig zum großen FC Bayern aufzuschließen. Zwei Vereine, die uns hassen, weil sie uns nie das Wasser reichen können. Die nichts lieber sehen würden, als gegen uns zu gewinnen, in welchem Spiel auch immer. Etwas, dass wir nicht zulassen, in welchem Spiel auch immer.

Ich freue mich auf´s Wochenende. Es gibt doch nichts schöneres, als unsere Trikots unter Wettbewerbsbedingungen im Einsatz zu sehen. Da liegt die Betonung doch wieder auf „Sinn“ in Wahnsinn. Auf geht´s, ihr Roten, es geht wieder los! Einer für alle, alle für München!

Doch bevor man sich mit Chips und Cola vor den Fernseher setzt, findet das wirklich wichtige Spiel um 14.00 Uhr in der HGK gegen Wacker Burghausen statt. Dort geht´s um Punkte, Freunde! ;)

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Unsere Geschichte – Klassenkampf im Landesmeister Cup 73/74

Geschrieben von mingarot am 29. Juli 2010

Kaiser Franz Beckenbauer wirft sich in Dörners Schuss

In der fußballlosen Zeit ist mal wieder ein wenig Platz für ein weiteres Kapitel der Mingablog-Reihe „Unsere Geschichte“, in der an vergangene Großtaten des ruhmreichen FC Bayern München erinnert wird. Heute geht es um eines der denkwürdigsten Duelle unserer Europacup-Geschichte, im Herbst 1973 im Achtelfinale um den Europapokal der Landesmeister. Wie wir den Titel im Endspiel gewonnen haben und wer nicht umgehauen wurde, sondern sie alle fertig gemacht hat, lest ihr hier in einem früheren Teil: Unsere Geschichte – Landesmeistercup 1974

Es war das erste deutsch-deutsche Europapokalspiel zwischen einer Ost- und einer Westmannschaft nach der Trennung der BRD und der DDR. Und für uns sollte es der Wendepunkt in einer schwierigen Saisonphase werden, die wir mit dem ersten Triumph im Landesmeistercup für den FC Bayern München beenden und noch zwei mal diesen Titel verteidigen sollten.

Wir wollen uns auf das Sportliche konzentrieren. Dass politischer Sprengstoff ohne Ende vorhanden war, ostdeutsche Propaganda und westdeutsche Medien wochenlang einhändigen Tango mit weit gespreiztem Ausfallschritt vollführt hatten, das versteht sich von selbst. Für uns war es aber vor allem ein Meilenstein in der weiteren Entwicklung dieser Mannschaft um Stars wie Beckenbauer, Maier, Breitner, Müller und Co., ohne den die glanzvollen anschließenden Jahre vielleicht so nicht möglich gewesen wären.

Das Hinspiel fand am 24.10.1973 im Olympiastadion München vor nicht ganz ausverkauftem Haus statt, was auch ein bißchen die Einstellung zum Gegner preisgibt, den man nicht wirklich ernst genommen hatte. Keiner tat das anscheinend so richtig, weder die Mannschaft noch der Rest im Verein. Manager Robert Schwan wurde mit den Worten zitiert: „Wenn wir gegen die rausfliegen, wandere ich in die Zone aus“ und auf der Anzeigetafel waren vor dem Spiel einige Namen der Dresdner falsch geschrieben. Blanker Hohn.

Man ging also überheblich in die Partie, was sich schnell rächen sollte. Schon zur Halbzeit lag man mit 2:3 hinten und an diesem Punkt schien die Saison nach dürftigen Auftritten zuvor endgültig vor die Hunde zu gehen. Es wird berichtet, der damalige Präsident Wilhelm Neudecker lief in der Pause aufgeregt in die Kabine, um auf den letzten Drücker die Siegprämie zu erhöhen. Bezeichnend. 45 Minuten reichten, um aus Überheblichkeit blanke Nervosität werden zu lassen. Der im Osten berühmte „Dresdner Kreisel“ erwies sich als verdammt harter Brocken.

Mehr als eine Randnotiz: Die wenigen Dresdner Anhänger, denen die Ausreise zu dem Spiel genehmigt wurde, erhielten von zahlreichen Fans des Turnvereins 1860 München stimmgewaltige Unterstützung. Keine 35 Jahre zuvor noch im braunen Sumpf zuhause, biederte man sich schön beim genau gegenteiligen Extrem an. Ein Beispiel von vielen, warum der Abschaum der Abschaum ist, liebe jüngeren Leser.

Aber wir waren schon damals mit dem Rücken zur Wand am stärksten und so drehten wir dank der Tore von „Bulle“ Roth und dem einzigartigen Gerd Müller die Partie noch und gewannen am Ende mit 4:3. Was viele nicht auf dem Schirm haben: Das 4:3 durch Gerd Müller war zugleich sein 1000. Karrieretor seit er 1963 Profi wurde – im 777. Spiel. Auch deshalb eine historische Partie.

Gerd Müllers 1000. Tor seiner Karriere

Sieben Tore, Dramatik und Geschichten wie die mit den Namen auf der Anzeigetafel, dieses Hinspiel hatte alles, was einen Klassiker ausmacht. Doch das Rückspiel sollte dem in nichts nachstehen.

Vor dem Rückspiel war Dresden im Ausnahmezustand. Berichten zufolge hätte man 300.000 Karten an den Mann bringen können, in den freien Verkauf kamen aber nur 8000. Der Rest wurde unter Funktionären und treuen Genossen verteilt. Die Jugendlichen übernachteten vor den Vorverkaufsstellen, die ganze Stadt freute sich auf diese Partie, in der Dresden mit den drei erzielten Auswärtstoren alles andere als eine schlechte Ausgangsposition hatte.

Mehr als eine Anekdote ist natürlich die Anfahrt unserer Roten, die anstatt wie von der UEFA vorgesehen einen Tag vor dem Spiel anzureisen, erst einmal einen Zwischenstopp in Hof machten, mit der Begründung, der Höhenunterschied zwischen München und Dresden (satte 406 Meter) bereite zu große Akklimatisierungsschwierigkeiten. In Wirklichkeit hatte man Angst vor Vergiftungen, wie sie Uli Hoeneß und Paul Breitner einige Jahre zuvor bei einem UEFA-Jugendturnier in Leipzig erlitten, als sie zusammen mit einigen Westmannschaften plötzlich über Durchfall und Übelkeit klagten.

Eben jener Uli Hoeneß sorgte an diesem 7.11.1973 in Dresden für eine schnelle 2:0 Führung unseres FC Bayern. Trainer Udo Lattek überraschte die Dresdner mit einem taktischen Schachzug, indem er Gerd Müller ins Mittelfeld zurückzog, Dixi Dörner sich so aus der Abwehr locken ließ und der pfeilschnelle Uli Hoeneß seinem Gegenspieler Ede Geyer zweimal entwischte und einnetzte. Dresden gelang noch vor der Pause der Anschlußtreffer zum 1:2. Und doch weinte Ede Geyer Berichten zufolge bitterlich in der Kabine und stammelte nur noch:“Noch ein Tor macht der Hoeneß nicht.“

Nach der Pause legte Dynamo Dresden allerdings los wie die Feuerwehr und ging durch einen Doppelschlag 3:2 in Führung. Damit wäre Dresden in der nächsten Runde gewesen. Aber keine zwei Minuten nach der Dresdner Führung stocherte Gerd Müller in unnachahmlicher Art und Weise die Murmel über die Torlinie zum Ausgleich. Die letzte halbe Stunde war ein Nervenspiel, obwohl Dynamo auch nicht mehr entscheidend durchkam. Beim Schlusspfiff sanken beide Mannschaften zu Boden. Die einen vor Erleichterung, die anderen vor Unglück.

Der FC Bayern München sollte sechs Monate später den Pokal mit nach München bringen und eine glanzvolle Ära begründen. Doch in diesem Herbst des Jahres 1973 stand es Spitz auf Knopf und Gott allein weiß was passiert wäre, wenn diese dramatischen Achtelfinalbegegnungen einen anderen Ausgang genommen hätten. Doch da das Leben nicht im Konjunktiv stattfindet sieht der Briefkopf unseres FC Bayern nunmal so aus wie er aussieht: Prall gefüllt.

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Selbst die Nostalgie war früher besser – Retro Trikots im Mingashop reduziert

Geschrieben von mingarot am 27. Juli 2010

Bild: www.mingashop.de

Wer im Stadion nicht aussehen will wie Lilo Wanders beim Hansi Hinterseer Konzert, kann sich jetzt noch mit schönen, nostalgischen Retro Trikots im Mingashop eindecken, die zur Zeit reduziert sind. Noch sind wenige Stück in allen Größen und mit allen Motiven auf Lager. Nach der Aktion werden sie höchstwahrscheinlich so schnell nicht wieder im Mingashop auftauchen, wer zuerst kommt malt also zuerst.

Die Produktpalette ist ja nach dem Relaunch des Shops erstmal ein bißchen kleiner geworden. Es gibt zwar mehr Motive, aber weniger unterschiedliche Produkte. Welche Sachen vermisst ihr am meisten? Gebt eure Stimmen ab! Jeder kann drei Häkchen machen. Beim Mingashop wird das Ergebnis in großer Runde von allen Jungs und Mädels besprochen und fließt in die weitere Planung mit ein.

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Nach der WM ist vor dem Meistertitel

Geschrieben von mingarot am 22. Juli 2010

Einer für alle, alle für München! Bild: Flo (all rights reserved)

Die WM ist ja noch nicht so lange her und manch ein unwissender Ungläubige mag das nach einem vollen Monat vollgestopft mit einem schönen Spielchen nach dem anderen nicht ganz nachvollziehen können. Aber ich habe verdammt kritische Entzugserscheinungen den Ball endlich wieder rollen zu sehen. Schon die WM war ja mehr oder weniger höchstens eine Überbrückung der FCBlosen Zeit auf zugegeben ziemlich hohem Unterhaltungs-Niveau. Das mag nicht auf alle zutreffen, für viele ist es sicher das Nonplusultra so eine WM, aber für mich persönlich ist es nicht vergleichbar mit der Leidenschaft, mit der ich unsere Roten verfolge. Und so kann es nach meinem Geschmack lieber gestern als heute wieder losgehen. Bundesliga, die Wahrheit des Fußballs! Pokal, die Unberechenbarkeit des Fußballs! Champions League, die Sonne des Fußballs! Oh mein geliebter FCB!

Und ich weiß nicht wie es euch geht, aber meine etwas vorhanden gewesene Skepsis die neue Spielrunde betreffend verfliegt irgendwie von Tag zu Tag mehr. Trotz der extrem kurzen Vorbereitung aufgrund der WM und den vielen Akteuren, die erst spät aus dem Urlaub zurückkehren werden, sind die Vorzeichen zumindest gefühlt eigentlich so gut wie schon ewig nicht mehr. Unser Trainer weiß was er will, die Spieler wissen was der Trainer will und die Mannschaft ist gespickt mit Weltklasseleuten. Zudem ist die Altersstruktur der Mannschaft grandios. Die wichtigsten Spieler sind im allerbesten Fußballer-Alter und ein paar ganz abgewichste Haudegen werden flankiert von blutjungen, unstoppbar hungrigen Nachwuchsleuten. Es liegen rosige Zeiten in der Luft. Es duftet gar lieblich nach Jahren voller Glückseligkeit.

Da werd ich zum Poeten Freunde und da halten mich auch keine Geschichten über Knast und Nutten von ab, die einzigen kleinen Störfeuer, die es im Moment zu beklagen gibt. Die Revolverblätter versuchen verzweifelt ein großes Ding draus zu machen. Aber uns geht es so gut, sooo verdammt gut zur Zeit, dass wir das alles ganz lässig am Allerwertesten vorbeiflöten lassen. Ribery wird seine Antwort auf dem Platz geben. Und sie wird unmissverständlich sein.

Bald ist sie also vorbei, diese Zeit der entspannten Wochenenden und des Dolce Vita. Bald regiert wieder Leidenschaft und Fleiß, Kampf und Schweiß, Rot und Weiß! Ich freu mich wie ein 5jähriger im Ikea-Bällchenbad auf die neue Saison. Auf geht´s, packen ma´s!

Eins ist natürlich nicht zu vergessen: Die Amas starten schon dieses Wochenende beim SV Babelsberg in die neue Drittliga-Saison. Die weiteren Termine bis zum Start der Profis sind gegen Burghausen, in Offenbach und gegen Braunschweig. Wer es einrichten kann, hat da schon einmal die Möglichkeit FCB pur zu erleben. Der Tiger Hermann Gerland ist zurück an alter Wirkungsstätte, da steppt in jedem Fall der Papst im Kettenhemd. In diesem Sinne, auf geht´s, ihr Roten!

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Bayern und die DFL, dudei, dudei…

Geschrieben von mingarot am 19. Juli 2010

Wieder ganz hart am Wind: Uli Hoeneß. Bild: Thomas Duchnicki :: Location Scout used under CC License

Seit Uli Hoeneß zum Präsidenten des ruhmreichen FC Bayern München gewählt wurde, war es ja tatsächlich um einiges ruhiger geworden um unseren Hans Dampf in allen Gassen. Für möglich gehalten hatte dies vorher so gut wie keiner, weder Freund noch Feind. Und als sich gerade alle einigermaßen in Sicherheit gewogen fühlten, da stellt sich an diesem Wochenende via Blöd am Sonntag heraus, dass Uli in altbewährter Manier längst geladen und entsichert hat.

DFL Chef will er also werden. Das wird die Hälfte des Landes, die ihn nicht mag, in leichte Panikzustände versetzen. Der FC Bayern München mit so viel Macht im Ligaverband? Da sind die Reaktionen vorprogrammiert.

Uli sagt: „Wir bei Bayern haben auch damit spekuliert, niemanden mehr zur DFL hinzuschicken. Aber dann haben wir gesagt: Nein, das wäre nicht gut für die Liga, auch für Bayern nicht. Deswegen habe ich gesagt: Gut, wenn ich dort antrete, dann sollte ich ganz oben antreten.“

Für die Liga wäre es sicher sehr, sehr gut, wenn Uli es machen würde, auch wenn die Vorbehalte wohl erstmal riesig wären. Ich bin allerdings sehr sicher, dass es dann tatsächlich bald allen um einiges besser ginge und diese Vorbehalte schnell verfliegen würden. Allerdings würde ich als Roter seine Manpower nur sehr ungern teilen, beim ruhmreichen FC Bayern gibt es garantiert nach wie vor genug für Uli zu tun.

Interessant finde ich, dass die einen (SZ) ihm super Chancen, die anderen (FAZ) ihm dagegen kaum Chancen einräumen. Uli Hoeneß polarisiert wie eh und je. Und am Ende wird er durchboxen, was er sich vorgenommen hat. Ebenfalls wie eh und je.

Update: Hmm, mit diesem Dementi hätte ich jetzt nicht gerechnet. Aber trotzdem schön, dass wir mal drüber gesprochen haben. :)

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Dann macht es bumm! Und ja dann kracht´s. Und alles schreit: Der Müller macht´s!

Geschrieben von mingarot am 12. Juli 2010

Alles Müller oder was? Bild: Thomas Duchnicki :: used under CC License

Lang ist´s noch nicht her, da schlenderte klein Thomas mit einem leckeren Milchknilch auf der Faust durch Weilheim und träumte dabei von der ganz großen Fußballbühne. Ein wenig schlendernd sieht das immer noch aus, wenn Thomas Müller Ball und Gegnern seinen Willen aufzwingt. Mit dem Unterschied, dass ihn nun die ganze Welt kennt. Und dabei niemand weiß, wie man ihn stoppen kann. Thomas Müller, der Junge, der vor einem Jahr noch bei unseren Amateuren gebombt hat, ist Torschützenkönig der WM 2010 in Südafrika! Bester Nachwuchsspieler des Turniers dazu. Die absolute Krönung eines märchenhaften Jahres für diesen Goldjungen.

Wie sehr dieser Junge ein Goldjunge ist, haben wir Bayernfans letzte Saison sehr schnell gewusst. Die ihn bei den Amas gesehen haben, die haben es sogar noch früher – zumindest geahnt. Aber Thomas Müller hat das Talent, auf alles noch einen draufzusetzen und selbst die verrücktesten Erwartungen scheinbar im Vorbeigehen zu toppen. In den Profikader kommen? Kein Problem! Dort einschlagen wie eine Bombe? Nichts einfacher als das! Unumstrittener Stamnmspieler in einem Starensemble werden? Mit Leichtigkeit! Eine für so einen jungen Spieler nie dagewesene Konstanz an den Tag legen? Lachhaft! Kleine Rückschläge wegstecken? Mit links! Nationalspieler werden? Aber selbstverständlich! Auf Anhieb Stammspieler bei einer WM werden? Aber sowas von! Bester Nachwuchsspieler dieses Turniers werden? Wer denn sonst?! Den ganzen Stürmerstars die lange Nase zeigen und vor ihnen Torschützenkönig werden? Ehrensache! Nebenbei auch Topscorer werden? Phhhh! Bei all dem ein einfach erfrischender, frecher, aber bodenständiger Typ bleiben? Ach, da grüß ich doch gard mal meine Omas und meinen Opa während ich hier schreibe!

In Zeiten wie diesen erinnert man umso stolzer an seine Aussagen letzte Saison, in denen er dem FC Bayern München ewige Treue geschworen hat.

„Für mich gibt es nur ein Ziel: Ich will mich bei Bayern langfristig durchsetzen! Es gibt in Deutschland keinen Verein, der uns das Wasser reichen kann. Am liebsten will ich meine ganze Karriere hier spielen, immer bei Bayern bleiben. Ich identifiziere mich total mit dem Klub.“

Zitat aus dem TZ-Interwiew mit dem Titel: „Am liebsten für immer Bayern!“

Stolzer kann man als Roter gar nicht sein! Das ist unser Junge, der da in den letzten Monaten auszog die Welt zu erobern. Und trotzdem fängt die Müller-Show grad erst an, seine ganze Karriere liegt eigentlich erst noch vor ihm. In der es natürlich auch nicht immer so steil nach oben gehen wird wie jetzt, was schon nächste Saison sichtbar werden könnte, wird er schließlich wahrscheinlich wieder brutalst an seinen Großtaten gemessen. Das zweite Profijahr soll ja für einen Nachwuchsspieler noch viel brutaler sein als das erste, auch wenn das glaube ich nie empirisch belegt worden wäre. Nächste Saison werden erschwerte Bedingungen dazu kommen, wie eine durch die WM sehr kurze Vorbereitung, oder auch die Schwierigkeit das letzte wahnsinnige Jahr mit Bayern und die rasante Entwicklung in der Nationalmannschaft mental zu verarbeiten. Aber es würde mich nach allem was der Junge bisher fit gemacht hat nicht wundern, wenn er auch dies alles scheinbar mühelos aus den Knochen schüttelt und sich zu weiteren Großtaten aufmacht. Erwartungshaltung ist das nicht, weit davon entfernt, ich bin der erste der sich schützend vor ihn wirft, falls es wirklich nicht so gut laufen sollte. Aber überraschen könnte es mich nicht wirklich, wenn ich das gar nicht müsste.

© 2010 Traumtorschuetze

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