Mingablog – FC Bayern München Fan Blog

Euer Hass ist unser Stolz

Archiv für September 2008

Lizarazu meldet sich zu Wort! Und wie…

Verfasst von mingarot am 29. September 2008

Ohne viele Worte. In diesem Weltklasse-Interview in der TZ schildert der große Bixente Lizarazu sein jetziges Leben (wie ich es ihm gönne das es ihm gut geht), seine Sicht zur aktuellen Situation beim FC Bayern (sooo wahr und mit seiner ihm eigenen Gelassenheit und gleichzeitiger Ernsthaftigkeit) und spricht bewegende Worte addressiert an uns, die Fans des FC Bayern (mit Worten nicht beschreibbar wie sehr mir das unter die Haut geht).

Oh mein Gott, wie ich ihn vermisse. Merci, Liza! Du warst einer der besten Dinge die dem FC Bayern je passiert sind!

© 2008 Traumtorschuetze

München - Weiter, immer weiter!

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Sprachlos

Verfasst von mingarot am 28. September 2008

Es tut mir leid, Freunde! Aber ich habe immernoch keine Worte für die ich nicht verklagt würde zur jetzigen Situation des Vereins.

Auf der Stern-Seite gibt es einen relativ guten Artikel zum Thema. Könnte noch deutlicher ausfallen nach meinem Geschmack, aber ich find schon meine Worte wieder. Und dann rappelt´s hier im Karton!

Für diejenigen die immer noch nicht aufgewacht sind und weiterhin blind einem sogenannten Messias folgen möchten empfehle ich dieses hier. Klick mich…ich bin ein völlig individueller Link!

© 2008 Traumtorschuetze / Bild: Daquella manera used under CC License

Blut & Ehre - Bayern Amateure

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Unsere Geschichte – Landesmeistercup 1974

Verfasst von mingarot am 26. September 2008

Nachdem wir uns im ersten Teil dem Bomber Gerd Müller gewidmet hatten, soll es im zweiten Teil um den ersten Erfolg im Landesmeistercup 1974 gehen, speziell um das Endspiel gegen Atlético Madrid. Um das Viertelfinale im deutsch-deutschen Duell gegen Dynamo Dresden soll es in einem der folgenden Teile „Unserer Geschichte“ gehen. Atlético war jedenfalls damals eine große Mannschaft und ging als Favorit in das Finale gegen eine junge, aber aufstrebende Münchner Mannschaft.

Das Spiel stand nach 90 Minuten 0:0 und es ging in die Verlängerung. In der brutal späten 114. Minute bekamen wir durch ein zugegeben wunderschönes Freistosstor durch Luis Aragonés einen Gegentreffer und waren im Prinzip mausetot. Es hätte wohl in den verbleibenden 6 Minuten niemand mehr einen Pfifferling auf uns gesetzt. Aber in der buchstäblich allerletzten Sekunde kam der große Auftritt unseres unvergessenen Abräumers Georg „Katsche“ Schwarzenbeck, der mit einem satten Flachschuss ins linke Eck aus gut 30 m praktisch aus dem Nichts den Ausgleich erzielte. Nicht der Bomber Müller, nicht einer der Künstler wie Beckenbauer, sondern der harte Arbeiter Schwarzenbeck brachte uns zurück in die Welt der Lebendigen. Schon damals galt also, dass der FC Bayern München erst geschlagen ist, wenn der Schiedsrichter abpfeifft.

Zu der damalige Zeit gab es die Regel nach einem Unentschieden ein Wiederholungsspiel auszutragen und nur zwei Tage später und ebenfalls im Brüsseler Heysel-Stadion, trafen die beiden Kontrahenten wieder aufeinander. Leute…ein Wahnsinnsspiel. Ich hatte mal das Glück es über die gesamte Spielzeit sehen zu können. Aber auch in den folgenden drei YouTube Videos sieht man schon welch grandiose Sternstunde dieses Spiel in unserer Geschichte darstellt. Ein wie entfesselt aufspielender 22 jähriger Uli Hoeneß („…jetzt legen sie ihn um…nein, er macht sie alle fertig!!“…Super Kommentator Oskar Klose) und der Bomber Gerd Müller höchstpersönlich erzielten mit absoluten Traumtoren (vor allem die Dinger von Müller sind doch der komplette Wahnsinn!!) jeweils einen Doppelpack zum 4:0 Endstand. Der erste Landesmeistercup Titel war unter Dach und Fach, glanzvolle Jahre einer glanzvollen Mannschaft mit unter anderem zwei Titelverteidigungen des wichtigsten europäischen Titels und dem Gewinn des Weltpokals sollten folgen.

Genießt die Bilder! Es treibt mir echt jedes mal wieder die Pipi in die Augen, obwohl ich damals noch nicht mal im entferntesten auch nur geplant war. Unsere Geschichte…sie macht uns stolz und zu dem was wir sind!

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You´ll never walk alone Longsleeve

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Wie kann man nur Bayernfan sein?

Verfasst von mingarot am 23. September 2008

Bild: probek used under CC License

Eine der Fragen, die ich in meinem Leben mit am häufigsten gestellt bekommen habe. Eigentlich reicht es vollkommen aus die Gegenfrage mit dem entsprechend bevorzugtem Verein des Fragenden zu stellen. Schließlich würde ich lieber lachend in eine Kreissäge laufen als Fan eines anderen Vereins zu sein. Und schließlich ist die Lebensverbindung zu seinem Verein eine der emotionalsten Geschichten im Leben eines Menschen und findet somit in einer Dimension jenseits des Greifbaren statt. Aber da es seit neuestem hip zu sein scheint, selbst aus den eigenen Reihen angefeindet zu werden von verschiedenen „Support your local team“ Kaspern, will ich hier mal meine ganz persönliche Geschichte erzählen. Die Geschichte eines bis auf´s Blut stolzen Bayernfans…in Bielefeld.

Wir sind zurückversetzt in die frühen 80er Jahre in ein 100 Seelen Dorf im südlichen Niedersachsen. Die Frisuren waren gruselig, die Klamotten auch und ich war ein kleiner Hosenscheisser. Schon damals Frauenschwarm, aber das steht auf einem anderen Blatt. Jedenfalls konnte ich grad unfallfrei laufen, da bin ich schon den ganzen Tag hinter irgendwelchen Bällen hergerannt. Als Einzelkind in einem so kleinen Dorf, indem die Gleichaltrigen Fußball scheisse fanden, war es das größte für mich, wenn mein Halbbruder in den Ferien und an langen Wochenenden zu Besuch kam, der damals bereits im Verein spielte und sowieso in allen Belangen mein großes Vorbild war. Wenn der kam bedeutete dies stundenlang im Garten Fußball spielen bis man umfällt oder es Essen gibt. Er brachte mir mit Engelsgeduld Tricks bei und erklärte wenn es sein musste 100 mal wie Spieler XY das macht. Als glühender Bayernfan der er war, waren das natürlich neben internationalen Größen wie dem jungen Diego Maradona und dem bei der WM 82 so stark spielenden Paolo Rossi vor allem die Bayernspieler, bei denen er bei der Erklärung ihrer Tricks glühende Augen bekam und aus dem Schwärmen nicht mehr heraus. Das schlimmste war wenn er beim puren bolzen auf die Hütte Klaus Augenthaler war. Da konnte ich Jean-Marie Pfaff sein wie ich wollte, der hat ohne Gnade alle Körperteile meines 4 jährigen Astralkörpers rot und dark navy geschossen. War schließlich Auge, „der hat nunmal einen Bumms“.

Da ich zu der Zeit schon komplett verrückt nach Fußball war, lag es also nahe für wen ich mich am allermeisten interessierte. Für die Helden, deren Spielweise mir mein Halbbruder haarklein erklärte. Ich muss zu meiner Schande gestehen, mein größter Held zur damaligen Zeit war einfach Karl-Heinz Rummenigge. Ich konnte den Namen kaum aussprechen (O-Ton des Hosenscheissers: Rummelknigge), aber er war der Größte für mich (keine Sorge, ich war schon ein paar mal beichten deswegen). Wenn mein Halbbruder da war, bekam ich natürlich auch unweigerlich die hitzigen Wortgefechte zwischen ihm und meinem Vater mit, der seines Zeichens Bremen-Fan war. Klar auch, auf wessen Seite ich dabei Stellung bezog.

So ging das dann einige Jahre. Ich fing selbst ziemlich erfolgreich an im Verein Fußball zu spielen und meine Idole waren immer Rote. Daran konnte auch die Freundschaft meines damaligen Vereins mit Werder Bremen und einigen Freundschaftsspielen gegen deren Jugendmannschaften und Hallenturniere bei ihnen nichts ändern. Da konnte ich mit meiner Mannschaft noch so oft in deren Vereinsheim neben Otto Rehhagel und einigen seiner Mannen nach den Turnieren die Pommes essen und die Stiefel Kindercola trinken. Hängen bleibt bis heute eigentlich nur, dass Otto mir bis zum heutigen Tag noch einen Kugelschreiber schuldet, den er nach einem Autogramm für meine Mutter (hoffentlich nicht) böswillig eingesteckt hat (falls du das liest Otto, rück den Kuli raus, Adresse steht im Impressum).

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Irgendwann in den Jahren nahm mich mein Vater mal mit ins Weserstadion. Es war die Saison 86/87 und er entführte mich mitten in deren Fankurve. Ich war viel zu klein für überhaupt irgendeine Fankurve. Und viel zu klein um zu verstehen was geht und was nicht. Jedenfalls erinnere ich mich an eine ziemlich aggressive Stimmung, die nicht grad besser wurde als ich nichtsahnend den 1:1 Ausgleich durch Hansi Pflügler in der relativ späten 75. Minute lautstark bejubelte. Es ist wenig überraschend, dass wir die letzten 10 Minuten im Autoradio verfolgt haben. Heute weiß ich wieviel Glück wir hatten überhaupt bis dahin gekommen zu sein.

Dann kam die Saison 87/88. Wir spielten herzerfrischenden Offensivfußball, bekamen aber zu viele Buden hinten rein. Der Endspurt der Meisterschaft versprach spannend zu werden, doch wir vergeigten ganz untypisch für uns in der Endphase einige Spiele. Das fing an mit einer Niederlage gegen Hannover, ging weiter mit einer Niederlage gegen Lautern und setzte sich fort mit einem fürchterlichen 0:0 gegen Uerdingen. Ich bekam jedesmal schön was auf die Ohren von meinem Vater, der mit jedem Spieltag mieser wurde in seiner Fopperei. In dem Moment wo Bremen sicher Meister und ich am Boden zerstört war, sah ich bei einer dieser Verbalattacken komplett rot, nahm drei Meter Anlauf und trat ihm mit solcher Wucht gegen das Schienbein, dass es wochenlang grün und blau war und ich ungefähr die selbe Zeit wegen verstauchtem Fuß gegen keinen Ball treten konnte. Das war der Moment an dem aus – zugegeben starkem – Interesse Fanatismus wurde. Nebenbei bemerkt…dies geschah in der Niederlage. Ich kann nur für mich sprechen, aber die Mär von der Wahl des FC Bayern als Verein des Herzens aufgrund des Erfolges ist komplett für´n Arsch. Kein richtiger Fan sucht sich deswegen seinen Verein aus.

Dann kam der Umzug nach Bielefeld. Wie denk ich in jeder Stadt außerhalb Bayerns, wirst du hier an jedem Tag mindestens zweimal dreckig angefeindet wenn du Bayernfan bist. Doch jede einzelne Anfeindung machte schon in der Grundschule meinen Stolz nur größer. Hat mich einer gemobbt deswegen, hab ich ihm kurzerhand sein Hausaufgabenheft weggenommen und ein fettes Bayernlogo draufgemalt. Einmal konnte ich mir sogar etwas von meinem Mathelehrer anhören (O-Ton Mathelehrer: siehe Überschrift), woraufhin ich ihm vor der Mathestunde sein Lehrerpult mit allen verfügbaren Panini-Bilder der Bayernspieler volltackerte. Da ich der einzige Bayernfan in der Klasse war, folgte die Strafe zwar auf dem Fuß, aber zwei Stunden Pult mit Spüliwasser schrubben war´s mir dann doch wert.

In meinem neuen Verein hatte ich das riesige Glück, dass mein damaliger Trainer (schöne Grüße Ivan) ebenfalls unerschütterlicher Bayernfan war und ganz nach den Regeln bayerischer Demokratie die Mannschaftsfahrten nach München beorderte. So kam ich im Alter von 13 – 16 Jahren die ersten Male ins gelobte Land. Die ersten Male ins Olympiastadion und die ersten Male an die Säbener. Wundervolle Erinnerungen sind das an einen Bruno Labbadia, der verletzt, und nur kurz bei der Geschäftsstelle vorbeischauen wollend, sich eine knappe Stunde mit uns unterhielt und geduldig jede Frage beantwortete, während seine bessere Hälfte im Cabrio sitzend einen Anfall nach dem nächsten bekam (O-Ton bessere Hälfte: Bruno!! Jetzt ist aber Schluss, ich muss zum Frisör! O-Ton mein Mannschaftskollege: Dann geh doch zu Fuß! *leichter Rauch über ihrer unvorteilhaften Frisur, aber Grinsen bei Bruno*).

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Erinnerungen daran wie ich mit einem Mannschaftskollegen unschuldig tuend durch die Geschäftsstelle getapert bin, mit unserem festen Ziel ins Büro von Uli zu kommen. Und tatsächlich…irgendein freundlich unaufmerksamer Mensch ließ aus Versehen die Tür zum Flur sperrangelweit auf. Uli war leider nicht da, aber aus dem Büro ganz hinten schallten wütende Geräusche, was wir als eindeutiges Lebenszeichen deuteten. Wer auch immer das war, der hatte uns erstmal am Arsch. Es war Hörwick, der gerade damit beschäftigt war seine Sekräterin lang zu machen. Wir haben uns erstmal daneben gestellt und uns die Szenerie angeschaut, ohne das jemand großartig Notiz von uns nahm. Doch irgendwann kam natürlich die Frage wer wir überhaupt sind und was wir hier zu suchen hätten. Blitzgescheit sagte mein Mannschaftskollege, wir wollten fragen ob wir Originalbilder von den Spielen bekommen könnten. Erst hieß es unter gar keinen Umständen, die würden den Fotografen gehören. Doch wir hatten wohl beide einen ziemlichen Dackelblick drauf, woraufhin wir mit dem Hinweis es bitte nie zu verraten (Sorry, Herr Hörwick, jetzt hab ich´s doch getan) einen kleinen Stapel in die Hand bekommen haben. Diese hängen immernoch fein säuberlich gerahmt in meiner Küche.

Wunderschöne Erinnerungen an einen Lothar Matthäus. Alle kamen überpünktlich zum Training, schön brav in ihren (damals) Opel Dienstwagen und parkten auf den dafür vorgesehenen Plätzen innerhalb des Vereinsgeländes. Nur der Leitwolf kam mit quietschenden Reifen in seinem 600 SL etwa 10 Minuten zu spät vorgefahren, parkte völlig schief im Halteverbot und wirkte etwas gestresst (O-Ton Leitwolf: Jungs, wenn ihr zu spät zur Schule kommt, könnt ihr doch auch keine Autogramme mehr schreiben, oder?*Is´ klar, Lothar…*).

Nicht zuletzt wundervolle Erinnerungen an die für mich so elektrisierende Atmosphäre um und im Stadion. An eine Weltklasse-Südkurve und einer Welt, die an Faszination für mich nicht zu übertreffen ist.

Aber auch unschöne Erinnerungen. So ging ich mit drei Mannschaftskameraden von unserer Jugendherberge am Abend des Spieltages noch in voller Montur zu MacDoof, als uns plötzlich ein völlig besoffener Asi anpöbelte, wir sollen die Scheiss-Klamotten ausziehen und lallte irgendwas von hier hätte man blau zu tragen und so. Wir müssen alle 13 Jahre gewesen sein und er erwachsen und stämmig gebaut. In jedem Fall waren wir vier Halbgare aber mit einer ziemlich großen Fresse ausgestattet und pöbelten zurück. Der Penner entriss todesmutig dem schmalsten von uns seinen Schal und wollte sich aus dem Staub machen. Wir guckten uns kurz an, rannten los und sprangen ihm alle vier ins Kreuz, woraufhin der besoffene und stinkende Heckenpenner einmal ausholte und – wieder dem schmalsten von uns – voll eine durch´s Gesicht wischte. Dabei ging dessen Brille zu Bruch und kleine Narben von den heftig blutenden Schnittverletzungen waren nicht mal bei dessen Hochzeit vor zwei Jahren verheilt.

Es folgten die Jahre in denen ich meinen letzten Pfennig für die Besuche der irgendwie für mich erreichbaren Auswärtsspiele meiner Mannschaft ausgab. Oft stundenlang allein im Zug, denn so wahnsinnig war kaum einer hier. Jahre in denen aus einer glühenden Liebe ein Bund für´s Leben wurde. Jahre in denen mir klar wurde, dass Freunde und vor allem Frauen kommen und gehen, aber mein Verein immer für mich da ist und ich für ihn bis an unser Lebensende. Ist es Liebe? Nein, es ist so viel mehr als das! Denn in der Liebe weiß man nie ob es für immer ist. Man kann es nur hoffen. Und wenn die nächste Schlampe kommt weiß man nie ob man sie nicht doch flachlegen sollte. Man denkt zumindest drüber nach, alles andere wär doch gelogen. Der Verein aber ist niemals austauschbar, nicht einmal in den entferntesten Gedanken. Er wohnt nicht nur im eigenen Herz, ohne ihn gäbe es gar kein Herz. Er ist so stark ein Teil von einem selbst, dass wenn man es wegnehmen würde das Herz aufhörte zu schlagen. Es ist das eigene Fleisch und Blut.

Bleibt also die Frage…was erwarten diese Hafensänger eigentlich, wenn sie die obige Frage stellen? Das ich ihnen das in zwei Sätzen erkläre? Ich schreib hier grad einen Roman und hab immernoch nicht mal 5 % dessen erklären können was mich zum Bayernfan gemacht hat. Das ist noch so unglaublich viel komplexer, darüber könnte man eine ganze Serie von Büchern schreiben. Ich hab ja nicht mal von den großen und schmerzhaften Momente der Spiele selbst berichtet, geschweige denn versucht das riesige Gefühlsspektrum zu beleuchten, oder den Einfluss den der Verein auf die Bildung der Persönlichkeit eines (heranwachsenden) Menschen hat.

Nichts desto trotz werde ich zukünftig einfach auf diesen Link hier verweisen wenn mir nochmal ein Schlaumeier diese bekloppte Frage stellt. Zumindest wenn er aus den eigenen Reihen kommt. Die anderen kriegen eh nur ein gepfeffertes „Geh kacken! Warum bist du XY Fan?“ zu hören. Wenn ich dann zu hören kriege „weil die hier in der Nähe sind“ halt ich es für ein ziemlich beknacktes Argument gegenüber meiner Bindung zum Verein.

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Münchner Idioten-Pogo

Verfasst von mingarot am 21. September 2008

Ich hab ja eine Gabe alles irgendwie verbal auf die Spitze zu treiben. Aber für das hier fehlt selbst mir jede Steigerung, die es noch lächerlicher machen könnte. Vor allem weil sie auch noch das zu allem Überfluss höchstselbst erledigt haben im Infotext zu ihrem Video. „Des ham mia in münchen gmacht…mitten auf der straße…“

Woooh! Todesmutig dafür den Bürgersteig verlassen, die Wahnsinnigen! *Schweiss von der Stirn wisch*

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Was ist grün und stinkt nach Fisch?

Verfasst von mingarot am 21. September 2008

Bild: Stürmifüdle used under CC License

Um erstmal die Frage aus der Überschrift zu beantworten…sicherlich das hier (Hilfe!!) und wahrscheinlich auch das hier. Aber das würde jetzt zu weit führen.

Jedenfalls ist es auch 24 Stunden nach dem Debakel gestern gegen Bremen immer noch schwer zu verdauen was da passiert ist. Sicherlich hat Bremen gestern auch nicht grad den schlechtesten Tag erwischt. Ich denke das kann man so nennen wenn man 7 x auf´s Tor schießt und 5 Murmeln sind davon gleich mal drin. Allerdings war nach meiner Überzeugung die taktische Einstellung der Mannschaft grottenschlecht. Ich bin ein bekennender Klinsmann-Gegner, dies sogar ziemlich glühend. Also wer will kann das gerne im Hinterkopf behalten bei meinen Ausführungen. Ich halte meinen Wahn dennoch für superobjektiv.

Die Dreierkette hat ja in den Spielen zuvor recht ordentlich funktioniert, kein Thema. Aber wo der Sinn liegt gegen eine Mannschaft wie Bremen damit aufzulaufen muss mir erstmal jemand plausibel versuchen zu erklären. Diese Mannschaft muss man unter Druck setzen, sie hat ihre Stärken in der Offensive und ihre Schwächen in der Defensive. Seit Jahrzehnten übrigens, das kann einem eigentlich nicht entgangen sein. Für Thomas Schaaf war das doch taktisch wie eine Einladung eines Schülermannschafts-Trainers an einen gestandenen, erfahrenen Bundesligatrainer. Aus der Mitte kommt bei uns eh wenig und in dem System mit Dreierkette noch weniger. Er musste also nur die Außen zustellen um die allermeiste Gefahr aus unserem Spiel zu nehmen. Dies gelang hervorragend muss man anerkennend sagen.

Dazu ist es ebenfalls kein Geheimnis, dass das Bremer Spiel steht und fällt mit Diego. Wo war denn bitte unser defensives Mittelfeld? Der konnte schalten und walten wie er wollte als hätte jemand eine Einstweilige Verfügung erlassen wir dürfen ihm uns nicht weiter als bis auf 10 m nähern. Sowas sehe ich als Trainer doch nach spätestens 20 Minuten und reagiere entsprechend.

Mit der Umstellung auf 4-4-2 in der Halbzeit und der Hereinnahme von Oddo und Borowski kam offensiv wenigstens ein kleines bißchen mehr Schwung rein. Aber defensiv verhielt sich die Mannschaft fast noch unklüger. Ze hat irgendwie alles gespielt, nur nicht defensives Mittelfeld. van Bommel hat weiterhin brav zugeschaut wie fein Diego den Ball streicheln kann. Oddo, der offensiv etwas Dampf brachte, kam defensiv gar nicht klar. Micho hat uns alle Fehler gezeigt die er uns im letzten Jahr so vorzüglich vorenthalten hat. Lucio ist mit zunehmender Spieldauer und zunehmender Erhöhung der rechten Ziffer auf der Anzeigetafel altbekannt und fuchsteufelswild nach vorne gerannt. Schweinsteiger war mehr damit beschäftigt seinen Frust offen zur Schau zu stellen als wie in den letzten Spielen die Ärmel hochzukrempeln und vorneweg zu marschieren. Von unseren stumpfen Spitzen will ich gar nicht erst anfangen.

All dies sind Dinge, welche einfach nicht passieren dürfen in so einem Spitzenspiel. Selbst wenn man sich trotz 165 Beratern im Trainerstab so dermaßen mit der Taktik verhauen hat, dass das Spiel einen Gang nimmt wie gestern, ist es dennoch auch noch während des Spiels möglich die nötigen Schräubchen zu drehen und Korrekturen vorzunehmen bevor das Kind komplett in den Brunnen gefallen ist. Das muss man dem Trainer ankreiden, ob man ihn hasst oder nicht.

Jedenfalls rennt ihm langsam die Zeit davon. Die nächsten Spiele folgen Schlag auf Schlag. Welches zwei Möglichkeiten beinhaltet. Entweder es ist die Chance diese höchste Heimniederlage seit 30 Jahren wenigstens ein ganz kleines bißchen vergessen zu lassen. Oder aber wir sind ziemlich genau 1 1/2 Wochen vor einer neuen Episode FC Hollywood angelangt. Ein Zustand auf den ich mich seit Monaten versuche vorzubereiten. Der mir aber dennoch jetzt schon Magenschmerzen bereitet.

Abschließend will ich nochmal eine Lanze für Michael Rensing brechen. Sicher sieht er bei hohen Bällen allgemein nicht grad sehr sicher aus. Aber das nach dem ersten Fehler eines jungen Torwarts schon wieder in den Medien nach sonstwem geschrien wird, und wenn man dem Glauben schenken darf auch intern durchaus darüber diskutiert wird, ist absurd. Junge Torhüter machen Fehler, sie müssen sie sogar machen. Das wusste jeder vorher. Ich wünsche mir für ihn das Vertrauen, welches ein Oliver Kahn auch in jungen Jahren immer bei uns hatte. Die älteren Semester erinnern sich denk ich gut daran, dass dieser auch nicht als Titan auf die Welt gekommen ist und vieles erst im Laufe der Jahre gelernt und perfektioniert hat. Gebt Rense diese Chance auch!

Überhaupt ist es verdammt einfach auf diesen jungen Kerl einzuprügeln, während 10 andere die auf dem Platz standen ihn schön im Stich gelassen haben. Darüber sollte geredet werden. Und darüber ob „Flipper“ Klinsmann wenigstens schnell aus seinen Fehlern lernt, wenn er sie schon aus Unerfahrenheit machen muss.

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Der Thomas Helmer von Watford

Verfasst von mingarot am 21. September 2008

Man denkt ja manche Geschichten passieren nur einmal. So zum Beispiel das unvergessene Phantomtor des Thomas Helmer am 23. April 1994 im Spiel gegen die Blubberer. Wer hätte gedacht, dass irgendwo auf der Welt ein Linienrichterschiedsrichterassistentfahnenschwenker nochmal so unglücklich gegen die Sonne guckt, dass ihn seine Wahrnehmung im Stich lässt wie nach einer guten Dosis Meskalin.

Aber Geschichte wiederholt sich nun einmal doch, so geschehen am 20. September im Spiel Watford vs Readin (Endstand 2:2) der zweiten englischen Liga, der Football League Championship. Aber seht selbst…

Hier nochmal für alle Jungspunde zum Vergleich das einmalige, nennen wir es einmal „Tor“, von Thomas Helmer.

Beides Traumtore wenn man mich fragt.

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Internationale Finanzkrise, die Steuerzahler und der Fußball

Verfasst von mingarot am 19. September 2008

Der Abschaum hat rund um die Welt scheinbar die gleiche Farbe…(Bild: tacvbo used under CC License)

Der Kapitalismus treibt ja zuweilen die hässlichsten Blüten. Das wissen wir alle und es wird uns zur Zeit mal wieder in geballter Form im Gewandt der internationalen Banken- und Finanzkrise vor Augen geführt. Ich will nicht zu weit ins Detail gehen, aber ein System, indem diejenigen die hunderte Millionen Euros verzocken am Ende noch zweistellige Millionenabfindungen erhalten für die Scheisse die sie gebaut haben, kann irgendwie nicht funktionieren. Richtig unverschämt wird´s natürlich dann, wenn wie rund um die Welt geschehen die Steuerzahler am Ende die Zeche zahlen sollen, so wie jetzt auch in unserem Land am Beispiel der KfW.

Was hat das alles mit Fußball zu tun? Im Grunde frag ich mich das auch, aber es hat leider mit Fußball zu tun. Das folgende spielt zwar in England beziehungsweise Amerika, aber die Einschläge kommen deutlich näher.

Die amerikanische Regierung nahm ja schon die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac in staatliche Obhut, jetzt wird der weltweit größte Versicherer AIG mit 85 Mrd. (in Worten: Fünfundachzig Milliarden) $ vor dem drohenden Kollaps bewahrt. AIG?? Da war doch was! Klar…Trikotsponsor der Glazer-Beinespreizer (ich versuche grad mir eine vornehmere Sprache anzugewöhnen, deswegen steht da jetzt nicht Nutten oder Huren Anm.d.R.) von Manchester United.

Die Pleite von AIG hätte durchaus weit reichende Folgen für ManU gehabt, geht der Deal über das Trikotsponsoring immerhin über mindestens rund 17,6 Millionen Euro im Jahr (Quelle: SZ…andere Quellen sprechen von 100 Millionen über 4 Jahre), was zumindest in England und damit wohl auch weltweit Rekord im Profi-Fußball darstellt. Die einstweilige Rettung der AIG durch die US-Notenbank bedeutet also nichts anderes als das indirekt der amerikanische Steuerzahler für diesen Rekorddeal aufkommt.

Was interessiert uns der amerikanische Steuerzahler mag manch ein Ignorant fragen? Nun…blicken wir nach Europa. Nicht wirklich Europa, denn wir blicken auf eine kleine, dem europäischen Kontinent vorgelagerte Insel namens Großbritannien. Erst im Februar war die britische Hypothekenbank Northern Rock der Finanzkrise zum Opfer gefallen und ebenfalls verstaatlicht worden. Newcastle United aber kann weiterhin auf den bestehenden Sponsorenvertrag mit Northern Rock bauen. Der englische Steuerzahler freut sich sicher ein Loch in den Bauch, allen vorran vor allem die Fans anderer Vereine.

Um es auf eine einfache Formel zu bringen: Amerikanische Bürger finanzieren indirekt die Gehälter von Manchester United, deren Fans widerrum die des Ligarivalen Newcastle United. Pervers das ganze und einem System schuldend, in dem Gewinne privatisiert, völlig falsche Anreize für hanebüchende Finanzspekulationen wie astronomische Abfindungen für totales Versagen gesetzt, und Verluste zu allem Überfluss dann verstaatlicht werden. Wie sagte es Tony Montana in Scarface so treffend:“You know what capitalism is? Getting fucked!“

Wir sollten tunlichst diese Aspekte auch über das Sponsoring hinaus in unsere Überlegungen hier in Deutschland mit einfließen lassen, z.B. allen vorran bei der Diskussion um die 50+1 Regel. Oder um auch dies auf den Punkt zu bringen: Let´s not get fucked!

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Intimes aus Uli´s Büro

Verfasst von mingarot am 17. September 2008

In einem Werder Forum (mea culpa!) wagt der User Meister Schale einen amüsanten, aber vielleicht nicht allzu realitätsfernen Ausblick ins Jahr 2009 und blickt in Uli´s gute Stube.

Folgendes Szenario ist realistisch:

Wir schreiben das Jahr 2009

Montagmorgen auf der Säbenerstraße, Büro des Rekordmeisters:

Rummenigge kommt die Tür rein, Hoeneß schaut sich gerade die Millionen-Angebote der Öffentlich-Rechtlichen Sender für ein Abschiedsspiel von Ze Roberto > FCB gegen die brasilianische Nationalmannschaft < an.

Rummenigge: „Palim, Palim“

Hoeneß: „Jetzt keine dummen Uraltgags über Fritten in Flaschen! Das ZDF will nur 2 Mio zahlen, ich dreh durch! Dabei stehen da echte Topstars auf dem Platz! Der van Bommel, der Lell… Was glauben die eigentlich, wer wir sind? Wir sind der FC Bayern München! Der Rekordmeister! Deutschlands Fussballstolz! Wir….!

Kalle: „Ruhig, ruhig, Uli, denk an deinen Blutdruck. Hör zu: Ich habe hier ein Angebot für den Kölner Trikotverkaufsankurbler von ManCity! Die Scheichs wollen den UNBEDINGT!“

Hoeneß: „Wie viel?“

Kalle: „So viel, dass wir uns davon einen italienischen Weltmeister mit russischen Vorfahren und spanischem Pass kaufen können!“

Hoeneß: „Klingt gut! Was sagt der kölsche Jammerlappen? Will er da hin?“

Kalle: „Sein Berater sagte, dass wir das machen sollen. Lukas weiß zwar noch nichts davon, aber er würde das wohl schon verstehen. Es wäre halt sehr gut, wenn der Lukas in der PL kicken würde.“

Hoeneß: „Für den Lukas?“

Kalle: „Nee, für den Berater. Der wollte sich eh jetzt zur Ruhe setzen. In Dubai.“

Hoeneß: „Hä, hä! Schlauer Fuchs!“

Kalle: „Also?“

Hoeneß: „Ja! Machen wir natürlich! Die sollen dem Jecken den Spind schon mal leerräumen!“

Kalle: „MOMENT!!!“

Hoeneß: „Was?“

Kalle: „Du hast noch was vergessen.“

Hoeneß: „Ja, gut, ich ruf den Franz ja an, kein Problem…“

Kalle: „Nein, das mein ich nicht. Du musst doch erst den Meier anrufen!“

Hoeness: „Meier? Wer ist Meier? … ACH JA!“

Kalle: „Das sollten wir wirklich tun.“

Hoeneß: „Ja, auf jeden Fall! Der nötige Respekt gegen den 1. FC K…“ (bricht in schallendes Gelächter aus)

Kalle: (Wälzt sich lachend auf dem Boden, schlägt mit den Fäusten auf den Teppich) „Respekt! Muhaha! Klasse! Da sagt der echt „Respekt“! Der war gut, Ulli!

Hoeneß: (wischt sich Lachtränen aus dem Auge) „Gut, dann will ich mal“

Hoeneß sucht die Nummer des 1. FC Köln aus seinem roten Büchlein heraus, nimmt den Hörer ab und wählt Meier an.

Meier: „Meier hier, Alaaf!“

Hoeneß: „Hallo Herr Meier, hier Hoeneß! Auf diesen Anruf warten Sie und die ganze Kölner Region ja schon sooo lange! Und nun ist es soweit….(laaange dramatische Pause)….wir verkaufen Lukas Podolski!“

Meier: „Ja? ….. JAAAAAA!!!!! Wieviel wollt ihr haben, wir haben hier…“

Tuut…Tuut…

Meier: „Herr Hoeneß? Herr Hoeneß? Herr Hoeneß!…Irgendwie ist die Leitung unterbrochen…?“

Kalle: (lacht) „Mensch Uli, dass war aber jetzt echt fies!“

Hoeneß: „Ja, wieso das denn? Mehr war nicht vereinbart. Und bevor mir der Meier noch Opa Broich als Tauschmasse anbietet, lege ich lieber auf.
Und jetzt ruf ich mal die Presse an und sag denen, dass Podolski nach England wechselt. Dann weiß der Poldi auch Bescheid und die Faschingsfatzken aus Köln ebenso.“

Kalle: „Karneval“.

Hoeneß: „Was? Ach so. Bring mir auch einen mit, aber bitte mit Senf.“

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Der neue Mingashop ist da!

Verfasst von mingarot am 17. September 2008

Mingashop Logo

Zuerst entschuldige ich mich für die lange Schreibpause auf diesem Blog. Es kamen berechtigter Weise Klagen darüber. Doch dies beinhaltet auch eine gute Nachricht. Denn die letzten Wochen und Monate haben wir jede freie Minute in die Neugestaltung des Mingashops gesteckt. Für alle an denen es tatsächlich immernoch vorbei gegangen ist, der Mingashop ist ein Projekt kreativer und aktiver Bayernfans mit dem Ziel ausschließlich Fanbekleidung von Fans für Fans anzubieten. So sind die meisten Motive direkt aus der Südkurve und waren ursprünglich z.B. Doppelhalter.

Nach vielen durchgearbeiteten Nächten ist es nun soweit und der Shop ist unter völlig neuer Adresse, in völlig neuem Gewandt und mit vielen neuen Artikeln unter http://www.mingashop.de erreichbar. Danke an alle Beteiligten für den großen Einsatz und die große Hilfe dieses Projekt zu einem Abschluss zu bringen.

Alle Bayernfans sind aufgerufen uns zu unterstützen. Sei es durch Motiv-Vorschläge oder einfach nur indem Ihr es weitererzählt, auf Euren Profilseiten in Communities oder Euren Fanseiten verlinkt. Unter Support us im Mingashop findet Ihr auch Banner und weitere Infos. Ihr könnt auch die Motive aus dem Shop zu nicht kommerziellen Zwecken überall einbinden, ebenfalls bitte mit Link zu uns. Rot-Weissen Dank an alle die so mithelfen!

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